21:27 18 Dezember 2018
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    Arabische Liga prüft Libyen-Friedensplan à la Chávez

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    Protestaktionen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen (403)
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    Die Arabische Liga berät über den Plan des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez zu einer friedlichen Lösung der politischen Krise in Libyen.


     Die Arabische Liga berät über den Plan des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez zu einer friedlichen Lösung der politischen Krise in Libyen.

    Das teilt Reuters am heutigen Donnerstag unter Hinweis auf den Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, mit.

    Vorigen Dienstag hatte Hugo Chávez vorgeschlagen, eine internationale Kommission nach Libyen zu schicken, wo zahlreiche Aufständische gegen das Regime von Muammar Gaddafi protestieren. Der Kommission sollen Vertreter aus südamerikanischen, europäischen und nahöstlichen Ländern angehören, die in den Friedensverhandlungen zwischen den Behörden und der Opposition vermitteln könnten, so der Präsident von Venezuela.

    Zuvor hatte der TV-Sender Al Dschasira unter Hinweis auf den venezolanischen Außenminister Nicolas Maduro mitgeteilt, dass Amr Mussa angeblich bereits in diesen Vorschlag eingewilligt habe. In einem Gespräch mit Reuters dementierte Mussa diese Behauptung.

    „Wir wissen um den Plan von Präsident Chávez. Aber er wird weiter geprüft. Gestern haben wir Konsultationen mit einigen Staatschefs der Arabischen Liga geführt“, zitiert Reuters Amr Mussa.

    Am Mittwoch war Gaddafi in Tripolis vor seinen Anhängern aufgetreten und hatte die UNO aufgefordert, zur Klärung der kolportierten Todesfälle bei bewaffneten Zusammenstößen eine Ermittlungskommission nach Libyen zu schicken.

    Seit Mitte Februar dauern in Libyen Proteste an. Die Demonstranten fordern den Rücktritt des libyschen Staatsführers Muammar Gaddafi, der seit über 40 Jahren an der Macht ist.

    Nach Angaben von internationalen Menschenrechtsorganisationen schlagen die Behörden die Demonstrationen brutal nieder. B ei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften und ausländischen Söldnern seien bis zu 2000 Menschen ums Leben gekommen und weitere etwa 4000 verletzt worden.

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