04:30 22 September 2017
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    Ausmaß des Drogenhandels in Russland ist Folge der Untätigkeit der USA in Afghanistan

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    Weltweite Drogengefahr nimmt zu (258)
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    Die Situation mit dem illegalen Drogenhandel in Russland ist eine Folge der Passivität der USA in Afghanistan. So reagierte das russische Außenministerium in einer Pressemitteilung auf den am Freitag veröffentlichten US-Bericht über die Situation um die Drogenbekämpfung weltweit, laut dem Drogenhandel, Korruption und Geldwäsche in Russland immer noch ernsthafte Probleme sind.

    Die Situation mit dem illegalen Drogenhandel in Russland ist eine Folge der Passivität der USA in Afghanistan. So reagierte das russische Außenministerium in einer Pressemitteilung auf den am Freitag veröffentlichten US-Bericht über die Situation um die Drogenbekämpfung weltweit, laut dem Drogenhandel, Korruption und Geldwäsche in Russland immer noch ernsthafte Probleme sind.

    Grundsätzlich sei Russland damit einverstanden, allerdings sei ja bekannt, dass die Drogen aus der Opium-Gruppe, die in Russland besonders verbreitet seien, in Afghanistan angebaut werden, wo sich seit 2001 große Kontingente an US-Truppen und deren Verbündeten befinden.

    Den USA sei es selbst unangenehm, eine zigfache Zunahme der Drogenproduktion in Afghanistan verzeichnen zu müssen. Das sei aber eine Tatsache. Die ausländischen Kontingente müssten sich aktiver gegen den illegalen Drogenhandel einsetzen, wenn sie sich schon selbst für die Sicherheit in Afghanistan verantwortlich gemacht haben, heißt es in der Pressemitteilung des russischen Außenministeriums.

    Russland biete jegliche Kooperation mit Ausnahme einer bewaffneten Präsenz am Hindukusch an. Als Beispiel für diese Kooperation führe Washington die jüngste Vernichtung von vier Großlabors für Drogenproduktion an. Laut dem russischen Außenministerium war das nur eine einmalige Kooperation, außerdem sei es die russische Seite gewesen, die Angaben über den Standort dieser Labors geliefert habe. Es gebe hunderte anderer Labors und Mohnplantagen, die noch funktionieren würden, und die Trafikrouten würden durch die Zonen verlaufen, die unter US-Kontrolle stünden.

    Immer mehr Leute in Russland fragen sich, ob die ausländischen Militärs in Afghanistan wirklich so hilflos gegenüber den Drogen-Produzenten und -Lieferanten sind, heißt es.

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