15:02 17 Februar 2019
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    Libyen will Sarkozys Wahlkampf finanziert haben

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    Protestaktionen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen (403)
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    Libyen hat nach eigenen Angaben den Wahlkampf des jetzigen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy finanziert und will jetzt das Geld zurück.

    Libyen hat nach eigenen Angaben den Wahlkampf des jetzigen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy finanziert und will jetzt das Geld zurück.

    "Wir haben alle Details und sind bereit, sie publik zu machen", sagte Saif al-Islam, einer der Söhne des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi, in einem Interview für den TV-Sender EuroNews.

    Sarkozy hatte sich zuletzt für ein rigoroses Vorgehen gegen das Gaddafi-Regime stark gemacht und die Einrichtung einer Flugverbotszone gefordert. Nach seiner Meinung über Sarkozy befragt, antwortete Saif al-Islam: „Sarkozy muss zuerst das Geld zurückzahlen, das Libyen ihm zur Finanzierung seines Wahlkampfes gegeben hat. Wir haben seinen Wahlkampf finanziert… Das erste, was wir von diesem Clown wollen, ist also, dass er dem libyschen Volk das Geld zurückgibt.“

    Frankreich hatte am 10. März den von den Rebellen eingesetzten Übergangsrat als einzig legitime Machtinstitution in Libyen anerkannt und angekündigt, einen Botschafter zu den Aufständischen zu schicken. Präsident Nicolas Sarkozy wollte auch gezielte Angriffe auf militärische Anlagen in den von Gaddafi-Truppen kontrollierten Gebieten nicht ausschließen.

    Bei den seit Mitte Februar andauernden Gefechten zwischen Regime und Opposition in Libyen sind nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen Tausende getötet worden. Die Aufständischen, die in den ersten Wochen den ganzen Osten des Landes unter ihre Kontrolle bringen konnten, wurden in den vergangenen Tagen von den Truppen des seit 42 Jahren regierenden Machthabers Muammar al-Gaddafi weitgehend zurückgedrängt.

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