00:56 18 November 2018
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    Frankreich will Nato von Libyen-Einsatz ausschließen

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Nachdem der UN-Sicherheitsrat ein internationales militärisches Eingreifen in Libyen genehmigt hat, spricht sich Frankreich als einer der Urheber der Resolution überraschend gegen eine Beteiligung der Nato an dem möglichen Einsatz aus.

    Nachdem der UN-Sicherheitsrat ein internationales militärisches Eingreifen in Libyen genehmigt hat, spricht sich Frankreich als einer der Urheber der Resolution überraschend gegen eine Beteiligung der Nato an dem möglichen Einsatz aus.

    "Eine Einmischung der Nato in die Angelegenheiten eines arabischen Landes wäre in diesem Zusammenhang unangebracht“, sagte der französische Außenamtssprecher, Bernard Valero, am Freitag in Paris. Valero zufolge hat die Nato noch keine politische Entscheidung über das Eingreifen in Libyen getroffen.

    Frankreich sei zudem strikt gegen einen Bodeneinsatz in Libyen und halte bei jeder Entscheidung die Zustimmung der Arabische Liga für unerlässlich.

    Der UN-Sicherheitsrat hatte in einer Resolution am 17. März internationale Lufteinsätze gegen die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi in Libyen genehmigt. So schnell wie möglich sollen eine Flugverbotszone für die libysche Luftwaffe eingerichtet sowie die Konten des libyschen staatlichen Ölkonzerns und der Zentralbank gesperrt werden.

    Am heutigen Freitagvormittag kündigte Frankreich an, der Libyen-Einsatz werde in wenigen Stunden beginnen. Kurz danach erklärte sich die Nato offiziell bereit, an dem Einsatz teilzunehmen. Am Freitagnachmittag kündigte das Gaddafi-Regime die einseitige Einstellung sämtlicher Kampfhandlungen an.

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