00:23 16 Dezember 2017
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    Laut türkischer Zeitung iranisches Flugzeug bei Waffentransport erwischt

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    An Bord des am 20. März in der Türkei zur Landung gezwungenen iranischen Transportflugzeugs IL-76 sind nach Angaben der türkischen Zeitung „Milliyet“ Waffen und Munition sichergestellt worden. Das Flugzeug war von Teheran nach Syrien unterwegs.

    An Bord des am 20. März in der Türkei zur Landung gezwungenen iranischen Transportflugzeugs IL-76 sind nach Angaben der türkischen Zeitung „Milliyet“ Waffen und Munition sichergestellt worden. Das Flugzeug war von Teheran nach Syrien unterwegs.
    Das Flugzeug sei gezwungen worden, auf dem Militärstützpunkt bei der Stadt Diyarbakar im Südosten des Landes zu landen. Der Grund sei eine geheime Information gewesen, dass das Flugzeug an Bord Atomwaffen oder verbotene Atomausrüstung haben solle - in Verletzung einer UN-Resolution bezüglich des Iran, heißt es in dem Bericht.
    Bei der Durchsuchung seien an Bord des Flugzeuges Granatwerfer, Panzerbüchsen und Maschinenpistolen mit passender Munition gefunden worden, berichtet „Millyet“. Dabei verweist die Zeitung darauf, dass sie über keine Informationen verfüge, ob die Fracht deklariert worden sei.
    Die türkischen Behörden haben bisher weder die Ergebnisse der Durchsuchung bekannt gegeben noch die Angaben der Zeitung kommentiert.
    Es handelt sich um den zweiten Vorfall dieser Art innerhalb einer Woche. Bei einer ähnlichen Zwangslandung am 15. März wurde an Bord des Flugzeugs, das unterwegs nach Syrien war, nichts Verbotenes gefunden.
    Der türkischen Zeitung „Aksam“ zufolge zwingt die Türkei seit Juni 2010 auf Grund von Anweisungen der USA, die sie über NATO-Kanäle erhält, iranische Flugzeuge zur Landung, um diese zu kontrollieren. Die Amerikaner haben Ankara mehrmals gewarnt, dass iranische Flugzeuge eine „atomare Fracht“ bzw. Waffen unter Verletzung der entsprechenden UN-Beschlüsse nach Syrien befördern können.