09:05 12 Dezember 2018
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    Russland rechnet mit Unparteilichkeit der Nato in Libyen

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Moskau rechnet laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin damit, dass die Nato im Libyen-Konflikt für keine der Seiten Partei ergreifen wird.

    Moskau rechnet laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin damit, dass die Nato im Libyen-Konflikt für keine der Seiten Partei ergreifen wird.

    Rogosin äußerte am Mittwoch die Hoffnung, dass die Beteuerung des Nato-Generalserkretärs Anders Fogh Rasmussen über die Unparteiligkeit der Allianz nicht nur leere Worte seien und verwies auch darauf, dass das Waffenembargo für Libyen eine der Aufgaben sei, die der UN-Sicherheitsrat sich gestellt habe.

    „Unter Libyen ist nicht Gaddafi, sondern die Konfliktregion gemeint, deswegen ist es offensichtlich, dass das Embargo alle Teilnehmer des Konflikts betrifft“, sagte Rogosin.

    Zuvor hatten einige Medien berichtet, dass der Übergangsrat der Regimegegner in Bengasi sich mit der Bitte um Lieferung von wirksameren Waffen an die internationale Gemeinschaft gewandt habe. US-Präsident Barack Obama ließ am Dienstagabend in einem Interview mit dem Fernsehsender NBC durchblicken, dass Washington einen solchen Schritt erwäge.

    Muammar al-Gaddafi, der seit mehr als 40 Jahren in Libyen herrscht, lässt seit Mitte Februar die Proteste gegen sein Regime mit Waffengewalt niederschlagen. Am 17. März nahm der UN-Sicherheitsrat die Resolution für eine Flugverbotszone über Libyen an, die den Weg für einen Nato-Lufteinsatz frei gemacht hat. Davor war bereits ein Waffenembargo gegen Libyen verhängt worden.

    Die Offensive der West-Allianz begann am 19. März. Die USA, Großbritannien, Frankreich und weitere Staaten fliegen Luftangriffe gegen Militärobjekte und Städte, die von Gaddafi kontrolliert werden. Nach Angaben libyscher Behörden starben infolge der Angriffe Dutzende Menschen. Die internationale Koalition bestätigt diese Angaben nicht.

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