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    Wegen Ablehnung des Eingriffs: Russland riskiert Ölgeschäft in Libyen

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Mit ihrer Weigerung, die Aufständischen in Libyen zu unterstützen, haben Russland und China laut dem libyschen Ex-Energieminister Omar Fati bin Schatwan ihre Chancen durchkreuzt, beim Abbau libyscher Öl- und Gasfelder mitzumachen.

    Mit ihrer Weigerung, die Aufständischen in Libyen zu unterstützen, haben Russland und China laut dem libyschen Ex-Energieminister Omar Fati bin Schatwan ihre Chancen durchkreuzt, beim Abbau libyscher Öl- und Gasfelder mitzumachen.

    „Die neue Demokratie in Libyen wird ihre Unterstützer gut entlohnen“, sagte Schatwan, der nach dem Ausbruch der Unruhen in Libyen mit einem Fischerboot nach Malta geflüchtet war, der Agentur AFP. Vor allem Frankreich und Italien, die als erste die Rebellenregierung in Libyen anerkannt haben, winkten Ölförderungsverträge.

    "Russland und China sind Verlierer“, sagte der Ex-Minister. Die beiden Staaten hätten falsch gelegen, als sie sich bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über das internationale Eingreifen in Libyen der Stimme enthielten. „Denn Gaddafi hat keine politische Zukunft mehr.“

    Schatwan war von 2004 bis 2006 libyscher Energieminister. Unter ihm hatte das nordafrikanische Land erste ausländische Konzerne zu seinen Vorkommen gelassen.

    Die USA, Großbritannien, Frankreich und weitere Staaten fliegen seit dem 19. März Luftangriffe gegen Militäranlagen und Städte in Libyen, die vom Gaddafi-Regime kontrolliert werden. Lufteinsätze waren am 17. März vom UN-Sicherheitsrat genehmigt worden, um die Zivilbevölkerung in Libyen, wo Gaddafi seit Mitte Februar die Proteste gegen sein Regime mit Waffengewalt niederschlagen lässt, zu schützen. Seit der vergangenen Woche steht der Libyen-Einsatz unter dem Kommando der Nato.

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