12:01 15 Dezember 2019
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    Nach Anschlägen: Weißrussland nimmt von allen Wehrpflichtigen Fingerabdrücke

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    Explosion in der Minsker Metro (47)
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    Obwohl der Terroranschlag auf die Minsker U-Bahn als aufgeklärt gemeldet worden ist, wollen die weißrussischen Behörden bis zum 1. Mai von allen Wehrpflichtigen Fingerabdrücke nehmen.

    Obwohl der Terroranschlag auf die Minsker U-Bahn als aufgeklärt gemeldet worden ist, wollen die weißrussischen Behörden bis zum 1. Mai von allen Wehrpflichtigen Fingerabdrücke nehmen.

    Das kündigte Innenminister Anatoli Kuleschow am Montag in Minsk an. Ihm zufolge haben sich bereits 90 Prozent der Wehrpflichtigen diesem Verfahren unterzogen. „Bis 1. Mai müssen wir dem Staatspräsidenten berichten, dass die Aufgabe erfüllt ist“, so Kuleschow.

    In Weißrussland sind bereits seit einem Jahr alle Wehrpflichtigen gesetzlich verpflichtet, Fingerabdrücke abzugeben. Grund für diese Maßnahme war der Sprengstoffanschlag von 2008 in Minsk. Nach dem Bombenattentat in der Minsker U-Bahn wurde bekannt, dass der Mann, der als Hauptverdächtiger gilt, seine Abdrücke nicht abgegeben hatte.

    Der Terroranschlag in der Minsker U-Bahn war am 11. April verübt worden. Eine mit Nägeln und Metallkugeln gespickte Bombe war im abendlichen Berufsverkehr in einer Station der Minsker U-Bahn explodiert und hatte zwölf Menschen getötet. Rund 200 Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt. Zwei davon erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Schon zwei Tage nach der Explosion meldeten die weißrussischen Behörden den Anschlag als aufgeklärt. Neben dem unmittelbaren Bombenleger seien vier mutmaßliche Komplizen festgenommen worden, die Geständnisse abgelegt hätten.

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