08:20 23 August 2017
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    Konflikt in Syrien keine Gefahr für Weltsicherheit – Russlands UN-Botschafter

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Laut dem stellvertretenden UN-Botschafter Russlands Alexander Pankin gefährdet der Konflikt in Syrien nicht die internationale Sicherheit und erfordert auch keine Einmischung von außen.

    Laut dem stellvertretenden UN-Botschafter Russlands Alexander Pankin gefährdet der Konflikt in Syrien nicht die internationale Sicherheit und erfordert auch keine Einmischung von außen.

    Diesen Standpunkt legte der Diplomat am Mittwoch während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates dar, bei der ein von mehreren westlichen Ländern vorgelegter Entwurf einer Erklärung, in der die Behörden Syriens für die Anwendung schwerer Waffen gegen die Oppositionskräfte kritisiert werden sollten, nicht angenommen wurde.

    Nach Ansicht von Pankin sollte „der Fakt nicht ignoriert werden, dass die Gewalt keinesfalls einseitig angewandt wird“. „Unter anderem wurde eine Armeekolonne auf der Fernstraße Latakia – Tartus beschossen, Armeeobjekte und –kontrollposten wurden angegriffen, Polizisten wurden getötet und deren Leichen geschändet“, fügte er hinzu.

    „Eine Einmischung äußerer Kräfte in die innenpolitische Situation in Syrien“ könnte laut Pankin eine reale Bedrohung für die regionale Sicherheit darstellen. Damit seien auch Versuche gemeint, dem Land „fertige Rezepte aufzuzwingen bzw. die eine oder die andere Seite zu unterstützen“.

    Heute “wird immer offensichtlicher, dass so manche Protestierende in Syrien und in anderen Ländern unverhüllt darauf hoffen, dass die Zuspitzung der Situation die internationale Öffentlichkeit zwingen könnte, zu Hilfe zu eilen und sich hinter sie zu stellen“, so der russische Diplomat. „Eine solche Haltung provoziert eine endlose Kette von Gewalt. Dies ist eine Art Einladung zum Bürgerkrieg. Es ist äußerst wichtig, alle Bemühungen darauf zu richten, eine solche Entwicklung zu verhindern. Umso mehr, als Syrien ein Eckstein in der Sicherheitsarchitektur des Nahen Ostens ist.“

    „Nur auf dem Wege eines konstruktiven Dialogs und der Umsetzung der geplanten politischen Reformen und sozialökonomischen Umgestaltungen kann eine stabile und demokratische Entwicklung Syriens im Interesse aller Bürger gesichert werden“, so Pankin.

    Am Montag hatten Großbritannien, Deutschland, Portugal und Frankreich einen Entwurf einer Erklärung des UN-Sicherheitsrats vorgelegt, in dem die syrischen Behörden entschieden verurteilt wurden. Die restlichen Länder, vor allem der Libanon, das einzige arabische Land im Sicherheitsrat, lehnten den Entwurf ab.  

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