22:32 22 August 2017
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    Französischer Botschafter fordert Ende der internationalen Aufsicht im Kosovo

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    Kosovo-Status (440)
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    Das Kosovo, das nach seiner Abtrennung von Serbien unter internationaler Aufsicht steht, ist laut dem französischen Botschafter in Pristina Jean-Francois Fitou reif, um aus der westlichen Obhut entlassen zu werden.

    Das Kosovo, das nach seiner Abtrennung von Serbien unter internationaler Aufsicht steht, ist laut dem französischen Botschafter in Pristina Jean-Francois Fitou reif, um aus der westlichen Obhut entlassen zu werden. 

    „Je schneller die Aufsicht wegfällt, desto besser“, sagte Fitou dem Radiosender Radio Dukagjini. Es sei an der Zeit für die Kosovaren, eine vollwertige Souveränität zu bekommen, auch wenn hierfür die Verfassung der Region verändert werden müsse.

    Die südserbische Provinz Kosovo hatte 2008 mit Rückendeckung der USA und führender EU-Staaten einseitig seine Unabhängigkeit erklärt und wurde bislang von 75 der insgesamt 192  UN-Nationen anerkannt. Seit dem Krieg 1999 steht die Region unter UN-Verwaltungshoheit, obwohl sie formell - laut UN-Resolution 1244 - zu Serbien gehört. Zudem überwacht eine Mission der Europäischen Union (EULEX) die politische Entwicklung in der Region. Diese internationale Aufsicht ist nötig, weil die Lage im Kosovo unruhig und von ethnischen Spannungen geprägt ist und Gerichte und andere Behörden daher nicht reibungslos arbeiten können.

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