22:45 19 August 2017
SNA Radio
    Politik

    Georgien wirft Russland Erpressung bei Verhandlungen über WTO-Beitritt vor

    Politik
    Zum Kurzlink
    Russlands WTO-Beitritt (177)
    0 0 0 0

    Georgiens Außenminister Grigol Waschadse hat Russlands Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) in Umgehung von Tiflis ausgeschlossen.

    Georgiens Außenminister Grigol Waschadse hat Russlands Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) in Umgehung von Tiflis ausgeschlossen.

    „Dass Russland uns aus der Ferne droht, dass ein Ergebnis erzielt wird, dass der WTO-Beitritt angeblich ohne Georgiens Zustimmung erreicht werden kann, ist eine reine Erpressung“, sagte Warschadse am Donnerstag.

    Am vergangenen Wochenende hat der russische Außenminister Sergej Lawrow gesagt: „Falls unsere georgischen Kollegen weiter hartnäckig auf ihrer politisierten Haltung bestehen, so wird man wohl den WTO-Beitritt Russlands anders, ohne ihre Beteiligung, lösen müssen. Solche Möglichkeiten gibt es.“

    Tiflis bleibt Warschadse zufolge seinen Forderungen treu: Es will seine Zollbeamten an den Zollstellen am abchasischen und am südossetischen Abschnitt der russisch-georgischen Grenze haben, da Georgien diese Territorien als seine Gebiete betrachtet.

    Tiflis würde auch eine Kompromisslösung akzeptieren, laut der internationale Beobachter eingesetzt werden können.


    Russlands Wirtschaft ist die größte Volkswirtschaft, die noch außerhalb der WTO steht. Das Land bemüht sich bereits seit 1993 um eine Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation, für die es der Zustimmung aller 153 Mitglieder bedarf.


    Ende April 2008 stieg Georgien - aus Protest dagegen, dass Russland Wirtschaftssanktionen gegen Abchasien und Südossetien aufgehoben hatte - aus dem Verhandlungsprozess über Russlands WTO-Beitritt aus. Die Verhandlungen zwischen Tiflis und Moskau wurden im März dieses Jahres wieder aufgenommen. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 28. April geplant.

    Themen:
    Russlands WTO-Beitritt (177)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren