08:58 24 August 2017
SNA Radio
    Politik

    Jimmy Carter: Nordkorea signalisiert Verhandlungsbereitschaft

    Politik
    Zum Kurzlink
    Streit um Nordkorea-Atomprogramm (235)
    0 2 0 0

    Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Chong Il hat dem ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter versichert, sein Land stehe für Verhandlungen offen. Kim selbst sei zu einem Treffen auf höchster Ebene mit Südkoreas Spitzenpolitikern bereit.

    Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Chong Il hat dem ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter versichert, sein Land stehe für Verhandlungen offen. Kim selbst sei zu einem Treffen auf höchster Ebene mit Südkoreas Spitzenpolitikern bereit.

    „Der Vorsitzende und Generalsekretär Kim Chong Il versicherte, dass sowohl er als auch das Volk Nordkoreas Verhandlungen mit Südkorea oder mit den USA oder mit den Ländern der Sechsergruppe zu allen beliebigen Fragen, zu jeder Zeit und ohne Vorbedingungen zu führen wünscht“, wird Carter am Donnerstag von Reuters zitiert.

    Zusammen mit einer Gruppe von Polit-Veteranen, zu denen unter anderem ehemalige Spitzenpolitiker Finnlands, Irans und Norwegens gehörten, war Carter am Dienstag in Nordkorea eingetroffen. Das Hauptziel des Besuchs bestand darin, eine Fortsetzung der Verhandlungen über die Einstellung des nordkoreanischen Atomprogramms in die Wege zu leiten. Darüber hinaus sollte das Problem der Lebensmittelknappheit in Nordkorea diskutiert werden.

    Das letztere Problem müsste, so Carter, unverzüglich gelöst werden. Ein Verzicht auf die Lebensmittelhilfe für dieses Land durch die USA und Südkorea stelle eine Verletzung der Menschenrechte dar.

    Nordkorea hatte sich 2005 zu einem Kernwaffen besitzenden Staat erklärt. 2006 und 2009 hielt es Atomtests ab, worauf der UN-Sicherheitsrat die Resolutionen 1718 und 1874 beschloss, mit denen Nordkorea zum Verzicht auf weitere Nukleartests und Starts von ballistischen Raketen aufgefordert wurde. Des Weiteren wurde Pjöngjang aufgefordert, die Verhandlungen über die Umwandlung der Halbinsel Korea in eine kernwaffenfreie Zone fortzusetzen. 

    Indes könnten die in eine Sackgasse geratenen Gespräche der Sechsergruppe (Russland, China, die USA, Japan, Süd- und Nordkorea) wieder aufgenommen werden. Mitte März teilten nordkoreanische Medien mit, Pjöngjang wäre bereit, sein Nuklearprogramm im Falle einer Wiederaufnahme der Verhandlungen „ohne Vorbedingungen“ zu diskutieren.

    Themen:
    Streit um Nordkorea-Atomprogramm (235)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren