22:42 19 August 2017
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    Russland erhöht Ausfuhrzoll auf Benzin um 44 Prozent

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    Angesichts des Benzin-Mangels in mehreren Regionen hat der Rohstoffexporteur Russland beschlossen, den Ausfuhrzoll für den Kraftstoff ab dem 1. Mai dieses Jahres um 44 Prozent auf 408,3 US-Dollar pro Tonne zu erhöhen.

    Angesichts des Benzin-Mangels in mehreren Regionen hat der Rohstoffexporteur Russland beschlossen, den Ausfuhrzoll für den Kraftstoff ab dem 1. Mai dieses Jahres um 44 Prozent auf 408,3 US-Dollar pro Tonne zu erhöhen.

    Das erfuhr RIA Novosti am Donnerstag aus Branchenkreisen in Moskau. Der Benzin-Zoll werde 90 Prozent des Ausfuhrzolls auf Rohöl betragen. Am Donnerstag hatte Regierungschef Wladimir Putin das Energieministerium beauftragt, alle erforderlichen Dokumente vorzubereiten, damit der neue Zoll bis zum 1. Mai gültig wird. Zugleich sollen einige Steuern, darunter die Fördersteuer, gesenkt werden.

    In den vergangenen Tagen war an vielen Tankstellen in Russland der Sprit extrem knapp geworden, weil viele einheimische Ölkonzerne Benzin lieber teuer ins Ausland verkaufen. Einer der Gründe für die Kraftstoff-Knappheit sei die jüngste Forderung von Regierungschef Putin gewesen, die Benzinpreise nicht zu erhöhen, hieß es. Dies habe dazu geführt, dass Mineralölkonzerne den Sprit ins Ausland verkauften. Russlands Kartellamt ermittelt derzeit gegen die Unternehmen.

    Im vergangenen Jahr hatte Russland insgesamt drei Millionen Tonnen Benzin exportiert.

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