17:38 25 Juni 2018
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    Iran schickt Schiff mit "humanitärer Mission" vor Bahreins Küste

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    Trotz der Warnungen aus dem Golf-Kooperationsrat vor einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten Bahrains hat der Iran laut arabischen Medienberichten ein Schiff vor die bahrainische Küste geschickt, "um das Volk des Königreichs im Kampf um dessen Rechte zu unterstützen."

    Trotz der Warnungen aus dem Golf-Kooperationsrat vor einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten Bahrains hat der Iran laut arabischen Medienberichten ein Schiff vor die bahrainische Küste geschickt, "um das Volk des Königreichs im Kampf um dessen Rechte zu unterstützen."

    An Bord sind rund 120 gesellschaftliche Funktionäre und religiöse Prediger, um "der schiitischen Bevölkerung von Bahrain humanitäre Hilfe zu erweisen".

    Den Medienberichten zufolge handelt es sich zwar um ein ziviles Schiff, die Fahrt sei aber von der paramilitärischen Miliz Basidsch organisiert worden, die zur Iranischen Revolutionsgarde gehört.

    Mahdi Akrarjan, einer der Basidsch-Chefs sagte, die Missionsteilnehmer "sind bereit, bis an die bahrainische Küste zu kommen und zu sterben, sollte Bahrains Marine versuchen, sie zu stoppen." Das mit Parolen gegen die Regierungen von Bahrain und Saudi-Arabien bemalte Schiff  befindet sich jetzt in neutralen Gewässern im Persischen Golf.

    Gleichzeitig mit dem Beginn der iranischen Mission warnte ein Vertreter der kuwaitischen Marine, dass sich gegenwärtig in Bahrains Hoheitsgewässern Kriegsschiffe des Golf-Kooperationsrates befänden, um jegliche Aggression gegen das Königreich abzuwehren. "Jeden Angriff auf die Souveränität von Bahrain werden wir als Bedrohung für die Souveränität von Kuwait betrachten."

    Nach dem Ausbruch von Unruhen in Bahrain, wo die schiitischen Moslems (75 Prozent der Bevölkerung) mehr Rechte in dem sunnitisch beherrschten Land fordern, schickte der Golf-Kooperationsrat Truppen nach Bahrain, um die Unruhen zu beenden. Der schiitisch dominierte Iran seinerseits forderte den UN-Sicherheitsrat auf, der Opposition in Bahrain Schutz zu gewähren. Daraufhin warf Saudi-Arabien dem Iran eine grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten der arabischen Golfsstaaten vor.

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