08:18 23 Oktober 2018
SNA Radio
    Politik

    Lawrow plädiert für Waffenruhe in Libyen und Ende der Nato-Angriffe

    Politik
    Zum Kurzlink
    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
    0 0 0

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat sich am Dienstag für einen Waffenstillstand zwischen Regime und Opposition in Libyen ausgesprochen. Sobald Zeitpunkt und Bedingungen der Waffenruhe vereinbart sind, habe die Nato keinen Grund mehr für weitere Bombenangriffe.

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat sich am Dienstag für einen Waffenstillstand zwischen Regime und Opposition in Libyen ausgesprochen. Sobald Zeitpunkt und Bedingungen der Waffenruhe vereinbart sind, habe die Nato keinen Grund mehr für weitere Bombenangriffe.

    „Am wichtigsten ist jetzt, den Zeitpunkt und die Bedingungen der Waffenruhe zu vereinbaren“, so Lawrow am Dienstag in Moskau nach Verhandlungen mit dem Generalsekretär des Europarats Thorbjörn Jagland. Dies wäre ein festes Fundament für einen nationalen Dialog über die Zukunft Libyens.

    Alle in den Libyen-Konflikt involvierten Parteien müssten einsehen, dass sich dieser nicht auf militärischem Wege lösen lasse, sagte Lawrow. Dies sei auch die Meinung des UN-Sonderbeauftragten für Libyen, Abdul Ilah Khatib, der am Montag Moskau besucht hatte. Er betonte erneut, dass die Nato mit ihren Luftangriffen in Libyen weit über den Rahmen der entsprechenden Resolution des Weltsicherheitsrats hinausgehe.

    In Libyen liefern sich die Truppen des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi seit Februar erbitterte Gefechte mit der Opposition, die Gaddafis Rücktritt fordert. Die Rebellen werden von westlichen Staaten militärisch unterstützt und kontrollieren viele Gebiete in Ostlibyen. Seit März fliegt die Nato Luftangriffe gegen vom Gaddafi-Regime kontrollierte Militäranlagen und Städte in Libyen. Der UN-Sicherheitsrat hatte am 17. März mit Resolution 1973 das Tor für das internationale Eingreifen eröffnet, um die Zivilbevölkerung in Libyen zu schützen und Waffenimporte für Gaddafi unmöglich zu machen.

    Frankreich, Italien und Katar haben die von Rebellen aufgestellte Parallelregierung bereits offiziell anerkannt. Auf der Seite Gaddafis kämpfen unter anderem Milizen aus vielen afrikanischen Staaten. Gaddafi bezeichnet die Rebellen als Al-Qaida-Terroristen. Menschenrechtsorganisationen sprechen von tausenden Todesopfern in Libyen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)