16:27 21 Februar 2018
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    Libyscher Ölminister nach Tunesien geflohen

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    Der libysche Ölminister Shukri Ghanem hat sich nach Tunesien abgesetzt, meldet die amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press am Dienstag unter Berufung auf eine Quelle in tunesischen Militär- und Sicherheitsbehörden.

    Der libysche Ölminister Shukri Ghanem hat sich nach Tunesien abgesetzt, meldet die amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press am Dienstag unter Berufung auf eine Quelle in tunesischen Militär- und Sicherheitsbehörden.

    Ghanem, der zugleich Chef der nationalen Ölgesellschaft Libyens war, soll am Montag die Landgrenze zu Tunesien überquert haben.

    Die libyschen Aufständischen, die gegen Staatschef Muammar Gaddafi kämpfen, haben die Flucht des Ministers bestätigt, meldet der Nachrichtendienst Reuters.

    Zugleich hat der libysche Regierungssprecher Mussa Ibrahim in der Nach zum Dienstag mitgeteilt, Ghanem habe das Land nicht verlassen und arbeite in seinem Arbeitszimmer.

    Von einer möglichen Flucht von Ghanem haben Medien noch Ende März berichtet, bald darauf hat aber der Minister selbst diese Behauptungen dementiert.

    Ende März hatte sich der libysche Außenminister Mussa Kussa nach London abgesetzt.

    In Libyen war es Mitte Februar zu Massendemonstrationen gekommen, deren Teilnehmer den Rücktritt des seit mehr als 40 Jahren regierenden Revolutionsführers Gaddafi forderten. Die Demonstrationen gipfelten in eine bewaffnete Konfrontation mit den Regierungskräften.

    Der UN-Sicherheitsrat hat am 17. März mit einer Resolution eine Flugverbotszone über Libyen angeordnet und die ausländische militärische Einmischung in diesem Land ermöglicht.

    An der am 19. März gestarteten Operation der Koalitionskräfte waren ursprünglich Großbritannien, Frankreich, die USA, Kanada, Belgien, Italien, Spanien, Dänemark und Norwegen beteiligt. Am 31. März übernahm die Nato die Führung des Militäreinsatzes, als dessen Ziel erklärt wurde, das Waffenembargo gegen das Gaddafi-Regime, das Flugsverbot über Libyen und den Schutz der Zivilbevölkerung zu sichern.

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