15:48 22 Oktober 2018
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    Nato will militärischen Druck auf Gaddafi aufrechterhalten

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Die Nato will den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi so lange militärisch unter Druck setzen, bis dieser seine Attacken auf Zivilisten einstellt. Dies kündigte die Sprecherin des Bündnisses, Oana Lungescu, am Dienstag in Brüssel an.

    Die Nato will den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi so lange militärisch unter Druck setzen, bis dieser seine Attacken auf Zivilisten einstellt. Dies kündigte die Sprecherin des Bündnisses, Oana Lungescu, am Dienstag in Brüssel an.

    Gaddafi treibe sich immer mehr in die internationale Isolation und sei kein militärisches Ziel für die Nato, sagte Lungescu. Sie gestand jedoch ein, dass die Krise in Libyen sich nicht mit militärischen Mitteln beilegen lasse.

    In Libyen liefern sich die Truppen des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi seit Februar erbitterte Gefechte mit der Opposition, die Gaddafis Rücktritt fordert. Die Rebellen werden von westlichen Staaten militärisch unterstützt und kontrollieren viele Gebiete in Ostlibyen. Seit März fliegt die Nato Luftangriffe gegen vom Gaddafi-Regime kontrollierte Militäranlagen und Städte in Libyen. Der UN-Sicherheitsrat hatte am 17. März mit Resolution 1973 das Tor für das internationale Eingreifen eröffnet, um die Zivilbevölkerung in Libyen zu schützen und Waffenimporte für Gaddafi unmöglich zu machen.

    Frankreich, Italien und Katar haben die von Rebellen aufgestellte Parallelregierung bereits offiziell anerkannt. Auf der Seite Gaddafis kämpfen unter anderem Milizen aus vielen afrikanischen Staaten. Gaddafi bezeichnet die Rebellen als Al-Qaida-Terroristen. Menschenrechtsorganisationen sprechen von tausenden Todesopfern in Libyen.

    Am Montag beantragte der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Moreno-Ocampo, Haftbefehle gegen Gaddafi, seinen Sohn und den libyschen Geheimdienstchef.

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