01:29 18 November 2018
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    Georgien: Protestaktion gegen Präsident Saakaschwili gewaltsam aufgelöst - MEHR

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    Opposition demonstriert in Georgien (23)
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    In Georgien haben die Sicherheitskräfte eine Protestaktion gegen Präsident Michail Saakaschwili gewaltsam aufgelöst. Die Opposition spricht von Hunderten Festnahmen.

    In Georgien haben die Sicherheitskräfte eine Protestaktion gegen Präsident Michail Saakaschwili gewaltsam aufgelöst. Die Opposition spricht von Hunderten Festnahmen.

    Die georgische Opposition hatte am Samstag Tausende Anhänger auf die Straße gerufen, um von Präsident Michail Saakaschwili, dem Korruption und diktatorisches Regieren vorgeworfen wird, einen Rücktritt zu fordern.

    Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstranten ein. Nach Angaben des Innenministeriums wurden einige Demonstranten festgenommen: Diese sollen ein Polizeiauto mit Plastikknüppeln angegriffen haben. 

    Laut Nino Burdschanadse, eine der Führerinnen der Opposition und frühere Parlamentspräsidentin, wurden in den vergangenen zwei Tagen in Georgien bis zu 300 Oppositionelle verhaftet. Burdschanadse sprach von Beginn einer neuen Revolution und vom "Entscheidungskampf" für Demokratie und gegen Neo-Bolschewismus.

    Für den Sonntagnachmittag kündigte die Opposition eine neue Aktion in Tiflis an. "Das Volk lässt sich nicht mit Gas und Gummigeschossen zurückschrecken. Sehr bald kommen sehr viele Menschen hierher und die Machthaber werden sich verantworten müssen", sagte der Oppositionspolitiker Irakli Batiaschwili.

    Saakaschwili war 2004 durch die so genannte Rosenrevolution an die Macht in Georgien gekommen, geriet aber sehr bald wegen diktatorischen Regierens selbst in Kritik. Viele seiner engsten Vertrauten wie Ex-Parlamentschefin Nino Burdschanadse oder Ex-Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili wechselten in die Opposition und veranstalten immer wieder Demonstrationen gegen Saakaschwili. Die meisten Aktionen wurden mit Gewalt auseinandergetrieben.


    Wohl am blutigsten war die Niederschlagung der Massenproteste vom November 2007. Damals wurden offiziellen Angaben zufolge mindestens 600 Menschen verletzt. Saakaschwili verhängte damals einen zweiwöchigen Ausnahmezustand über das Land und warf den russischen Geheimdiensten vor, hinter den Protesten zu stehen. Dann willigte er überraschend in die Forderung der Opposition ein und schrieb neue Präsidentenwahlen aus, bei der er am 5. Januar 2008 nach amtlichen Angaben wiedergewählt wurde.

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