03:16 19 Januar 2019
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    FIDE-Chef: Gaddafi zu Verhandlungen mit Nato und Bengasi bereit - MEHR

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Muammar al-Gaddafi hat nicht vor, sein Land zu verlassen, ist aber laut FIDE-Präsident Kirsan Iljumschinow zu unverzüglichen Verhandlungen mit der Nato und Vertretern des nationalen Übergangsrates in Bengasi über die Zukunft Libyens bereit.

    Muammar al-Gaddafi hat nicht vor, sein Land zu verlassen, ist aber laut FIDE-Präsident Kirsan Iljumschinow zu unverzüglichen Verhandlungen mit der Nato und Vertretern des nationalen Übergangsrates in Bengasi über die Zukunft Libyens bereit.

    Der Chef des Weltschachverbandes, der am vergangenen Wochenende mit Gaddafi gesprochen hatte, zitierte das libysche Staatsoberhaupt mit den Worten, er wolle „in seiner Heimat“ sterben.
    Gaddafi sei "ohne Vorbedingungen" zu Verhandlungen bereit, hieß es. "Die einzige Bedingung ist die Einstellung der Bombenangriffe", fügte Iljumschinow hinzu.
    Die größten Meinungsdifferenzen hat Tripolis derzeit nicht mit Bengasi, sondern mit der Nordatlantischen Allianz, so der FIDE-Präsident.
    Außerdem habe Gaddafi darauf verwiesen, dass sich derzeit Beauftragte des Westens in Bengasi aufhalten. "Er hat mir eine Liste von denen gezeigt, die sich jetzt in Bengasi befinden", sagte Iljumschinow. "Einer von ihnen war ein US-Bürger, ein anderer ein Bürger Frankreichs, ein dritter war Staatsbürger von Katar und so weiter."
    Außerdem kann Gaddafi laut dem FIDE-Vorsitzenden nicht begreifen, was der Westen konkret von ihm will. "Mir wird gesagt, ich soll weggehen", zitierte Iljumschinow das libysche Staatsoberhaupt. "Welches Land wird mich aber aufnehmen? Setzen wir uns doch zusammen mit Vertretern der NATO und von Bengasi an einen Verhandlungstisch und einigen uns über die Zukunft des Landes. Ob dies eine Präsidenten- oder eine parlamentarische Republik sein soll - mir ist alles recht. Da müssen also Wahlen abgehalten werden. Der neue Präsident bzw. das neue Parlament sollen dann die Zukunft des Landes bestimmen."
    Wie der Präsident des Weltschachverbandes betonte, hatte sein Besuch keinen politischen Charakter. "Ich war kein offizieller Vertreter und auch kein Vermittler", betonte er.  "Ich habe bloß den Standpunkt der Führung unseres Landes dargelegt."

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