23:03 22 Oktober 2017
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    Frankreichs Generalstab rechtfertigt Waffennachschub für libysche Rebellen

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Der französische Generalstab hat den Vorwurf aus Moskau, mit den Waffenlieferungen an Libyens Opposition verletze Paris das UN-Embargo, zurückgewiesen.

    Der französische Generalstab hat den Vorwurf aus Moskau, mit den Waffenlieferungen an Libyens Opposition verletze Paris das UN-Embargo, zurückgewiesen. 

    Die Waffen seien für den Selbstschutz der libyschen Bevölkerung gedacht, sagte der Sprecher des Generalstabs, Thierry Burkhard, am Donnerstag. Er verwies dabei auf Punkt vier der Libyen-Resolution des Weltsicherheitsgremiums, der besagt, dass das Waffenembargo umgegangen werden dürfe, wenn Zivilisten in Gefahr seien.
     
    Zugleich trat Burkhard Medienberichten entgegen, dass Frankreich die libyschen Rebellen unter anderem auch mit Panzerabwehr-Lenkraketen ausgestattet habe. Geliefert worden seien lediglich leichte Waffen wie Gewehre und Panzerabwehrrohre.

    Nach Angaben der Zeitung „Le Figaro“ hat das französische Militär seit Anfang Mai insgesamt 40 Tonnen Rüstungen an die im Nafusa-Gebirge lebenden Berberstämme per Fallschirm geliefert, um diese zur Eröffnung einer südlichen Front gegen Muammar al-Gaddafi zu bewegen. Abgeworfen worden seien Panzerabwehrrohre, Maschinengewehre und Maschinenpistole und sogar „leichte Panzer“.

    Am gestrigen Mittwoch gestand Frankreich als erstes Nato-Land ein, die Rebellen in Libyen mit Waffen versorgt zu haben. Das französische Militär räumte jedoch ein, dass nur von leichten Waffen und Munition die Rede sei. Russlands Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete den Waffennachschub für die Gaddafi-Gegner als groben Verstoß gegen die Resolution 1970 des UN-Sicherheitsrates.

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