13:12 19 Oktober 2017
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    Russlands Nato-Botschafter: Waffenlieferungen an libysche Aufständische nicht legitim

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Russland und Frankreich müssen nach Ansicht des russischen Nato-Botschafters Dmitri Rogosin die Frage der französischen Waffenlieferungen an die libyschen Aufständischen klären.

     Russland und Frankreich müssen nach Ansicht des russischen Nato-Botschafters Dmitri Rogosin die Frage der französischen Waffenlieferungen an die libyschen Aufständischen klären.

    „Wenn in der Tat direkte Waffenlieferungen an die Aufständischen vorgenommen werden, kann das nur als ernsthafter Verstoß gegen die entsprechende Resolution des UN-Sicherheitsrates qualifiziert werden“, sagte er. „Diese Frage muss in unseren Beziehungen geklärt werden“, sagte Rogosin am Freitag bei einer von RIA Novosti organisierten Videobrücke zwischen Moskau und Brüssel. 
    Am Mittwoch hatte „Le Figaro“ berichtet, dass Frankreich die Berberstämme im Nafusa-Gebirge südlich von Tripolis heimlich mit Waffen versorge. Granatwerfer, Panzerbüchsen, Maschinenpistolen und –gewehre würden von den französischen Fliegerkräften mit Fallschirmen abgeworfen hieß es.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow stellte am Donnerstag fest, eine Bestätigung der Informationen über die Waffenlieferungen an die libyschen Aufständischen würde einen flagranten Verstoß gegen die Resolution 1970 des UN-Sicherheitsrates bedeuten.

    Der französische Uno-Botschafter Gerard Araud behauptete indes, die Waffenlieferungen erfolgten in Erfüllung des Punkts vier der Resolution 1973, der es gestattet, das im Paragraph neun der Resolution 1970 erwähnte Embargo für die Waffenlieferungen an Libyen zum Schutz der Zivilbevölkerung zu ignorieren.

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