02:32 23 Oktober 2017
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    Japan will ruhende Atommeiler wieder ans Netz lassen - AKW Genkai kurz vor Neustart

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    Die Stadtverwaltung der japanischen Stadt Genkai hat genehmigt, zwei Reaktoren des gleichnamigen Atomkraftwerks, die im März wegen der Havarie im AKW Fukushima I stillgelegt worden waren, wieder hochzufahren.

    Die Stadtverwaltung der japanischen Stadt Genkai hat genehmigt, zwei Reaktoren des gleichnamigen Atomkraftwerks, die im März wegen der Havarie im AKW Fukushima I stillgelegt worden waren, wieder hochzufahren.

    Wie der Fernsehsender NHK weiter berichtet, ist das die erste behördliche Genehmigung für einen Reaktor-Neustart seit dem Atomunfall in Fukushima.

    35 der insgesamt 54 Atomreaktoren Japans waren nach dem schweren Erdbeben vom 11. März beziehungsweise aufgrund einer planmäßigen Wartungskontrolle stillgelegt worden. Inzwischen sind die Reaktoren 2 und 3 des AKW Genkai, der Reaktor 1 des AKW Mihama und der Reaktor 1 des AKW Takahama im April dieses Jahres geprüft worden. Zum Anfahren der Atomanlagen brauchen die Betreiberfirmen sowie das Wirtschafts- und Industrieministerium eine Genehmigung der jeweiligen örtlichen Behörden.

    Der Bürgermeister von Genkai, Hideo Kishimoto, hat den Chef der Betreiberfirma Kyushu Electric Power Company über die Genehmigung zum Anfahren von zwei Reaktoren des AKW Genkai in Kenntnis gesetzt. Für den Neustart der Meiler ist auch die Zustimmung des Gouverneurs der Präfektur Saga erforderlich, der sich allerdings noch zurückhält.

    Nach dem schweren Erdbeben und dem anschließenden Tsunami vom 11. März war in dem im Nordosten Japans gelegenen AKW Fukushima I eine Serie von Störfällen registriert worden, die durch den Ausfall des Kühlsystems ausgelöst worden waren. Nach dem mehrfachen Austritt von radioaktiven Substanzen aus den havarierten Reaktorblöcken wurde eine 20-Kilometer-Zone rund um das Atomkraftwerk Fukushima I evakuiert.