04:07 17 Oktober 2017
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    Regierungsbildung in Thailand: Armee will sich nicht einmischen

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    Die thailändische Militärführung hat die Ergebnisse der Parlamentswahlen vom Sonntag anerkannt und will die Bildung einer neuen Regierung nicht behindern. Bei den sonntäglichen Parlamentswahlen hatte die Oppositionspartei Pheu Thai mit einem deutlichen Vorsprung gesiegt.

    Die thailändische Militärführung hat die Ergebnisse der Parlamentswahlen vom Sonntag anerkannt und will die Bildung einer neuen Regierung nicht behindern. Bei den sonntäglichen Parlamentswahlen hatte die Oppositionspartei Pheu Thai mit einem deutlichen Vorsprung gesiegt.

    Zuvor hatten viele Analytiker davon gesprochen, dass die Armee die neue Regierung vermutlich nicht akzeptieren und einen Staatsstreich versuchen werde. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Thailand bereits 18 Putsche.

    „Die Streitkräfte erkennen die Ergebnisse der Parlamentswahlen an und werden die Kabinettsbildung nicht behindern. Ich kann dem Volk von Thailand versichern, dass die Streitkräfte nie dem Land und dem Volk Schaden zufügen werden“, sagte der thailändische Verteidigungsminister, Prawit Wongsuwon, am Montag in einem Interview, das vom Nationalen thailändischen Armeefernsehen TV5 live ausgestrahlt wurde.

    Der Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte, General Prayut Chan-Ocha, sagte am Montag der Zeitung „Bangkok Post“, er werde keine politischen Kommentare abgeben, solange die neue Regierung nicht gebildet sei.