10:40 21 Oktober 2017
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    Lawrow: Vorerst keine Einigung bei Raketenabwehrgesprächen mit Nato

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Bei den Verhandlungen zwischen Russland und der Nato über den Aufbau eines gemeinsamen Raketenabwehsystems gibt es bislang keinen Durchbruch. Dies sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag, nach dem Russland-Nato-Rat in Sotschi.

    Bei den Verhandlungen zwischen Russland und der Nato über den Aufbau eines gemeinsamen Raketenabwehsystems gibt es bislang keinen Durchbruch. Dies sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag, nach dem Russland-Nato-Rat in Sotschi.

    Lawrow zufolge trifft der russische Vorschlag, einzelnen Staaten bzw. Gruppen von Staaten eigene Zuständigkeitsbereiche für die Raketenabwehr zuzuweisen, auf keine Zustimmung bei der Nato. Ihre Ablehnung begründe die Nato damit, dass sie laut Artikel 5 des Washingtoner Vertrages zur kollektiven Selbstverteidigung der Mitgliedstaaten verpflichtet sei und dass diese Pflicht nicht an Dritte delegiert werden dürfe, so Lawrow. Russland nehme dies zur Kenntnis, hoffe jedoch noch, solche Vereinbarungen zu erzielen, „welche die strategische Stabilität nicht unterspülen, sondern stärken.“

    Russland und die Nato hatten sich im November bei ihrem Gipfel in Lissabon darauf geeinigt, gemeinsam ein Raketenabwehrsystem für Europa aufzubauen. Die Verhandlungen über die Details kommen jedoch nur schleppend voran. Russland schlägt vor, einzelnen Staaten einzelne Verteidigungsbereiche zuzuweisen. Außerdem fordert Moskau von der Nato Garantien dafür, dass das europäische Raketenabwehrsystem nicht gegen das russische Atompotenzial gerichtet ist. Die Nato lehnt die beiden Forderungen ab.

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