04:04 17 Oktober 2017
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    Ashton begrüßt erste Vereinbarungen zwischen Belgrad und Pristina

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    Kosovo-Status (440)
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    Die EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton hat am Montag die ersten Vereinbarungen begrüßt, die letzten Samstag bei den Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina erzielt wurden. Wie sie betonte, sind sie für beide Seiten vom Vorteil.

     Die EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton hat am Montag die ersten Vereinbarungen begrüßt, die letzten Samstag bei den Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina erzielt wurden. Wie sie betonte, sind sie für beide Seiten vom Vorteil.

    Ihre Erklärung gab sie nach einem Treffen mit dem Premier der Kosovo-Regierung, Hashim Thaci, ab. Bei ihrer 5. Verhandlungsrunde in Brüssel einigten sich die Vertreter Serbiens und der Kosovo-Albaner über die Bewegungsfreiheit, über den Tausch von Kopien der Standesamt-Dokumente und über die Anerkennung der Universitätsdiplome.

    Dies sind die ersten konkreten Resultate, die bei den seit März unter EU-Vermittlung laufenden Verhandlungen über technische Fragen erzielt wurden. Das Ziel des Dialogs besteht in der Regelung von Alltagsproblemen der Bürger und einer Annäherung der Region an die EU.

    "Die erzielten Vereinbarungen sind für beide Seiten vom Vorteil", wird Ashton von der Nachrichtenagentur Tanjug zitiert. Sie äußerte ihre Hoffnung, dass die Vereinbarungen schon in bald zur Anwendung kommen werden. Wie Ashton sagte, erwarte sie auch baldige Resultate bei den Verhandlungen über Fragen, die Telekommunikation, Zollstempel und Energieversorgung betreffen.

    Beide Seiten äußerten ebenfalls ihre Genugtuung über die Verhandlungsergebnisse, bewerteten aber deren politische Bedeutung unterschiedlich. So betonte der Chef der serbischen Delegation, Borislav Stefanovic, dass die Souveränität Serbiens auf diese Weise in keiner Weise verletzt worden sei. Belgrad habe nicht vor, die Souveränität des Kosovo anzuerkennen.

    Die Oppositionskräfte in Serbien und im Kosovo kritisierten indes die Resultate der Ergebnisse für, wie sie meinten, übermäßige Zugeständnisse an die jeweils andere Seite.

    Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Belgrad und Pristina wird Mitte Juli stattfinden.

    Serbien und die Provinz Kosovo gelten als potentielle EU-Beitrittskandidaten. Das nicht geregelte Kosovo-Problem, dessen Unabhängigkeit vorerst nur 22 der 27 EU-Länder anerkannt haben, erschwert allerdings Pristinas und Belgrads Weg in die Europäische Union.

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