19:15 23 Oktober 2017
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    Kreml-Beamter sieht günstige Lage für Gespräche zu Friedensvertrag mit Japan

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    Russland und Japan sehen derzeit eine günstigere Ausgangslage für Verhandlungen zu einem Friedensvertrag.

    Russland und Japan sehen derzeit eine günstigere Ausgangslage für Verhandlungen zu einem Friedensvertrag.

    Das stellte der Chef der Administration des russischen Präsidenten Sergej Naryschkin fest, der am heutigen Dienstag seinen Kurzbesuch in Tokio abschließt.

    Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatten Russland und Japan wegen eines Gebietsstreites keinen Friedensvertrag unterzeichnet. Gegenstand dieses Streits sind die südlichen Inseln des Kurilen-Archipels. Sie wurden der Sowjetunion zugesprochen und gehören seit 1991 zu Russland. Nach wie vor werden die südlichen Kurilen von Japan beansprucht.

    Während seines Aufenthalts in der japanischen Hauptstadt traf Naryschkin mit Premierminister Naoto Kan, anderen Mitgliedern der Regierung, Parlamentariern sowie Vertretern der Öffentlichkeit und der Wirtschaft zusammen.

    „Bei diesen Treffen wurde natürlich auch das Problem eines Friedensvertrages angesprochen.  In letzter Zeit entstand eine neue Atmosphäre im Dialog zwischen Russland und Japan. Sie wurde günstiger für die Erörterung der bestehenden Fragen. Die japanische Seite ist damit einverstanden, dass der Dialog nur in einer ruhigen Atmosphäre, ohne Vorbedingungen, geführt werden kann“, sagte Naryschkin.

    Wie er weiter betonte, entwickeln sich heute Russlands Beziehungen zu Japan in alle Richtungen. Nach der Erholung der Wirtschaft von der globalen Krise, müsse der Handel, wie erwartet, 2011 den Vorkrisenstand erreichen. Auch das Vertrauen in politische Kontakte nimmt zu. Dies sei ein weiterer Wesenszug der gegenwärtigen Etappe der russisch-japanischen Beziehungen.

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