20:55 17 Oktober 2017
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    Palästinenser setzen auf russische Unterstützung im Nahost-Quartett

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    Die Palästinensische Autonomiebehörde rechnet laut dem Fatah-Sprecher Nabil Shaat mit russischer Unterstützung bei dem Treffen des „Nahost-Quartetts“ (unter Teilnahme der UNO, EU, USA und Russlands), das für den 11. Juli in Washington anberaumt ist.

    Die Palästinensische Autonomiebehörde rechnet laut dem Fatah-Sprecher Nabil Shaat mit russischer Unterstützung bei dem Treffen des „Nahost-Quartetts“ (unter Teilnahme der UNO, EU, USA und Russlands), das für den 11. Juli in Washington anberaumt ist.

    „Wir hoffen, uns die Unterstützung Russlands sichern zu können, das seine Autorität zur Geltung bringen und so zur Verabschiedung richtiger Resolutionen beziehungsweise zur Fassung von richtigen Beschlüssen durch das ‚Quartett’ beitragen wird, welche der Umsetzung unserer Erwartungen dienen werden“, sagte Shaat am Dienstag in Moskau vor seinen Verhandlungen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow.

    Laut dem Palästinenser-Sprecher können die bilateralen Friedensgespräche mit Israel wegen dessen gegenwärtiger Haltung noch nicht wieder aufgenommen werden. Der Grund dafür sei der fortgesetzte Bau jüdischer Siedlungen in den besetzten Gebieten, darunter im Westjordanland, so Shaat.

    Die Direktverhandlungen zwischen Israel und Palästina, die schon früher wiederholt abgebrochen worden waren, wurden zum letzten Mal am 26. September 2010 unterbrochen, und zwar nach der Weigerung der israelischen Regierung, das zehnmonatige Moratorium für den Siedlungsbau im Westjordanland zu verlängern.

    Die Palästinenser erhoffen sich von Israel einen Truppenabzug von den Territorien, die im Ergebnis des Krieges von 1967 besetzt wurden - vom Westjordanland, dem Gaza-Streifen und aus Ostjerusalem. Die Palästinenser wollen ihren eigenen Staat mit der Hauptstadt Ostjerusalem aufbauen. Israel hingegen lehnt es ab, die Grenzen von 1967 anzuerkennen und Jerusalem, das es „zur ewigen und unteilbaren Hauptstadt“ des jüdischen Staates erklärt hat, mit den Palästinensern zu teilen.

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