22:17 19 Oktober 2017
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    Keine Lust auf Provinz: Top-Generäle wehren sich gegen Armee-Reform – "Moskowski Komsomolez"

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    Einige Generäle haben aus Protest gegen die geplante Reform der Armee ihren Rücktritt eingereicht, schreibt die Zeitung "Moskowski Komsomolez" am Mittwoch.

    Einige Generäle haben aus Protest gegen die geplante Reform der Armee ihren Rücktritt eingereicht, schreibt die Zeitung "Moskowski Komsomolez" am Mittwoch.

    Bei den Top-Militärs handelt es sich um den stellvertretenden Generalstabschef Andrej Tretjak, den stellvertretenden Befehlshaber des Heeres, Sergej Skokow, und den Chef der Verwaltung für funkelektronischen Kampf im Generalstab, Oleg Iwanow. Im Zeitraum von April bis Juni hatten sie nacheinander ihren Rücktritt angekündigt. Als Grund gaben die hochrangigen Militärs gesundheitliche Gründe an. Russische Militärs greifen gerne zu dieser Begründung, wenn sie sich von ihren Posten zurückziehen wollen, weil ihnen dann eine höhere Abfindung winkt.

    Laut Quellen im Verteidigungsministerium wollen die Generäle damit den geplanten Umbesetzungen in der Führungsriege der Armee aus dem Weg gehen. Verteidigungsministers Anatoli Serdjukow hatte vor kurzem angeordnet, dass hochrangige Militärs nach fünf Dienstjahren in der „Moskauer Region“ in eine andere Region versetzt werden sollen. Dieser Beschluss findet in den Reihen der Armee jedoch kaum Befürworter. Insider verrieten, dass etwa 30 Prozent der zurückgetretenen Militärs sich weigern, Moskau zu verlassen. „Vorgesetzte bewilligen solche Rücktritte selten und stellen sie als einen wichtigen Teil der Reformen in der Armee dar“, so ein Sprecher.

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