22:18 19 Oktober 2017
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    Rasche Lösung des Lybien-Konflikts nicht in Sicht - Außenminister Lawrow

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    Protestaktionen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen (403)
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    Eine rasche Lösung des Lybien-Konflikts ist nicht in Sicht, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am heutigen Donnerstag in einem Interview für den TV-Sender „Westi-24“.

    Eine rasche Lösung des Lybien-Konflikts ist nicht in Sicht, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am heutigen Donnerstag in einem Interview für den TV-Sender „Westi-24“.

    „Nach Einschätzungen von Militärexperten kann es dort keine schnelle Lösung geben… Die Nato-Länder, die sich verpflichtet haben, die UN-Resolution zu erfüllen, befinden sich in einer alles anderen als einfachen Situation. Sie bombardieren Libyen nun schon länger, als sie Jugoslawien bombardiert haben... Ein Ende dieser Geschehnisse ist noch nicht absehbar“, sagte Lawrow.

    „Die Politik ist eine recht zynische Sache. Aus westlichen Metropolen hören wir die Erklärungen, dass es notwendig sei, bis zum siegreichen Ende zu bombardieren, solange Gaddafi nicht aufhört, eine Gefahr für die Zivilbevölkerung darzustellen, solange er seine Truppen nicht in die Kasernen zurückbringt. Aber der Preis solcher politischen Erklärungen ist in Hinblick auf die geforderten Menschenleben sehr hoch“, betonte der Minister.

    Nach Worten Lawrows „kommen letztendlich unschuldige friedliche Einwohner, die laut UN-Resolution eigentlich geschützt werden müssten, ums Leben“.

    „Ich glaube, dass sich unsere westlichen Partner, inklusive des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, in vieler Hinsicht eben deshalb auf dem G8-Gipfel in Deauville an Medwedew mit der Bitte gewandt haben, dass Russland bei Vermittlungsbemühungen helfen möge“, fügte der russische Außenminister hinzu.

    Mitte Februar begannen in Libyen Massenproteste gegen das Gaddafi-Regime, die in eine bewaffnete Konfrontation der Regime-Gegner mit den Regierungskräften ausarteten. Der UN-Sicherheitsrat beschloss am 17. März ein Flugverbot für die Gaddafi-Armee in Libyen und gab faktisch grünes Licht für eine militärische Intervention im nordafrikanischen Land.

    An der am 19. März gestarteten Operation der Koalitionskräfte waren ursprünglich Großbritannien, Frankreich, die USA, Kanada, Belgien, Italien, Spanien, Dänemark und Norwegen beteiligt. Am 31. März übernahm die Nato die Führung des Militäreinsatzes „Geeinter Beschützer“, den sie am 1. Juni um weitere 90 Tage bis Ende September verlängerte.

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