04:03 17 Oktober 2017
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    Krise in Weißrussland: Lukaschenko will Importe halbieren

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    Wirtschaftskrise in Weißrussland (101)
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    Weißrussland, das seit Monaten gegen eine schwere Wirtschaftskrise kämpft, will in den nächsten fünf Jahren die Importe um die Hälfte kürzen. Dies kündigte Präsident Alexander Lukaschenko am Donnerstag in Minsk an.

    Weißrussland, das seit Monaten gegen eine schwere Wirtschaftskrise kämpft, will in den nächsten fünf Jahren die Importe um die Hälfte kürzen. Dies kündigte Präsident Alexander Lukaschenko am Donnerstag in Minsk an.

    Weil Weißrussland vor allem Öl und Gas importiere, sei ein völliger Verzicht auf die Importe vorerst nicht möglich, sagte Lukaschenko. Dennoch suche sein Land nach alternativen Lieferanten und werde Erdgas und Öl „dort kaufen, wo es billiger ist.“ "Wir stehen vor der Aufgabe, die Importe in die nächsten fünf Jahren um 50 Prozent abzubauen", sagte der Staatschef.

    Weißrussland steckt tief in einer Wirtschaftskrise. Aus Angst vor der drohenden Abwertung der Nationalwährung hatte sich die Bevölkerung in den vergangenen Monaten eilig mit ausländischen Devisen und Lebensmitteln eingedeckt, bevor die Nationalbank in Minsk Ende Mai den weißrussischen Rubel um 50 Prozent abwertete.

    Die Regierung in Minsk beantragte bei der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAWG) und der IWF milliardenhohe Rettungskredite. Die ständig steigenden Preise und leeren Regale in den Supermärkten sorgen für Unmut bei den Weißrussen.

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