10:39 21 Oktober 2017
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    Syrien wirft USA Einmischung in innere Angelegenheiten vor

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Mit seiner gestrigen Reise in die Protest-Hochburg Hama hat der US-Botschafter in Syrien, Robert Ford, scharfe Kritik aus Damaskus auf sich gezogen.

    Mit seiner gestrigen Reise in die Protest-Hochburg Hama hat der US-Botschafter in Syrien, Robert Ford, scharfe Kritik aus Damaskus auf sich gezogen.

    Der US-Botschafter habe ohne vorherige Erlaubnis Hama besucht, sagte der syrische Geschäftsträger in Moskau, Suleiman Abu Diab, am Freitag. „Die Reise war nicht mit dem syrischen Außenministerium abgestimmt und kann als unverhüllte Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens gewertet werden.“ Mit seiner „Demarche“ habe der amerikanische Botschafter „die Stabilität und die öffentliche Ordnung im Land untergraben“ wollen.

    Robert Ford hatte am Donnerstag die heiß umkämpfte Stadt Hama besucht. Das syrische Außenministerium warf den USA daraufhin vor, die seit Monaten andauernden Unruhen in Syrien zu schüren.

    In den vergangenen Tagen wurden in Hama laut Medienberichten mindestens 26 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Oppositionellen getötet. Die 210 Kilometer nördlich von Damaskus gelegene Protest-Hochburg ist seit Sonntag von Panzern umstellt.

    Syrien wird seit März von gewaltsamen Protesten erschüttert. Die Opposition fordert politische und wirtschaftliche Reformen. Präsident Bashar al-Assad setzte die Armee gegen die Demonstranten ein, wechselte jedoch seine Regierung und stimmte einigen Verfassungsänderungen zu. Bei Zusammenstößen mit Ordnungskräften kamen laut Bürgerrechtlern bisher mehr als 1300 Menschen ums Leben. Nach amtlichen Angaben wurden über 340 Soldaten und Polizisten getötet.

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