21:53 21 Oktober 2018
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    Konstantin Kossatschow, Chef des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates (Oberhaus)

    Politische Komponente der Tragödie in Oslo offensichtlich – russischer Außenpolitiker

    © Sputnik / Anton Denisov
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    Nach Ansicht des Vorsitzenden des auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (russisches Unterhaus), Konstantin Kossatschow, hat die Tragödie in Norwegen einen politischen Hintergrund und ist eine Form des Extremismus, der kein spezifisches Problem einzelner Länder ist, sondern ein Problem, mit dem ein jedes Land konfrontiert werden kann.

    Nach Ansicht des Vorsitzenden des auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (russisches Unterhaus), Konstantin Kossatschow, hat die Tragödie in Norwegen einen politischen Hintergrund und ist eine Form des Extremismus, der kein spezifisches Problem einzelner Länder ist, sondern ein Problem, mit dem ein jedes Land konfrontiert werden kann.

    "Eine bestimmte politische Komponente ist bereits jetzt ersichtlich, weil sich die Explosion vor dem Büro des Ministerpräsidenten ereignete und weil die Jugendlichen im Jugendlager der Regierungspartei erschossen wurden", sagte Kossatschow am Samstag in einem Gespräch mit RIA Novosti. "Dies ist eine recht deutliche Aktion, die gegen die jetzige Regierung Norwegens und gegen die regierende Partei gerichtet ist."

    Die erste Schlussfolgerung, die sich aufdrängt, bestehe darin, dass die Gefahr des rechten bzw. des linken Extremismus in einer jeden Gesellschaft existiert, sagte der russische Außenpolitiker. "Wenn etwas in Russland geschieht, führen das unsere Nachbarn und Partnern auf bestimmte spezifische Besonderheiten des russischen Lebens und auf Versäumnisse der russischen Behörden zurück", führte er weiter aus. "Die neuesten Ereignisse zeigen aber, dass dies überall geschehen kann, ein jeder Staat hat seine Probleme und seine Quellen von Bedrohungen."

    "Die Toleranz, von der sich heute die meisten Länder bei ihren praktischen Handlungen leiten lassen, hat manchmal eine Kehrseite, mit der wir alle zusammen fertig werden müssen", so Kossatschow. "Wir müssen begreifen, dass es gemeinsame Gebrechen gibt, auf die man ebenfalls gemeinsam reagieren müsste."

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