21:29 13 Dezember 2018
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    Militäroffensive in Syrien geht weiter: Hama erneut unter Beschuss genommen

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Syrische Panzer haben am Dienstag die Stadt Hama, die in den letzten Tagen zu einer Arena blutiger Zusammenstöße zwischen Regierungskräften und Gegnern von Präsident Bashar al-Assad wurde, erneut beschossen.

    Syrische Panzer haben am Dienstag die Stadt Hama, die in den letzten Tagen zu einer Arena blutiger Zusammenstöße zwischen Regierungskräften und Gegnern von Präsident Bashar al-Assad wurde, erneut beschossen.

    Unter Beschuss wurden hauptsächlich die Stadtbezirke Rubaii und al-Hamidiya genommen, meldet Reuters am Mittwoch unter Hinweis auf Augenzeugen. Angaben über die Opfer werden nicht präzisiert.

    Zuvor hatten Menschenrechtler berichtet, dass fünf Menschen zu Tode gekommen waren, als Panzer versuchten, in die Stadtmitte durchzubrechen.

    Am 31. Juli hatten die syrischen Militärs die verbarrikadierte Stadt Hama gestürmt und mindestens 100 Menschen getötet. Am Montag begannen Unruhen in der Hauptstadt Damaskus. Zu besonders blutigen Zusammenstößen kam es im östlichen Stadtbezirk Erbin. In der Nacht zum Dienstag waren 20 Panzer und Panzerwagen in Az-Zabadani an der Grenze zum Libanon einmarschiert, nachdem die Einwohner des Kurortes eine Solidaritätsaktion mit der Stadt Hama organisiert hatten. Am Montag wurden nach Angaben der Menschenrechtler in verschiedenen Städten Syriens insgesamt 24 Zivilisten getötet.

    In den letzten vier Monaten finden in Syrien Protestdemonstrationen statt. Die Oppositionellen fordern unter anderem politische und wirtschaftliche Reformen sowie den Rücktritt von Präsident Assad.

    Mitte März hatten die Unruhen in der Stadt Deraa im Südteil Syriens begonnen. Nach Angaben syrischer Menschenrechtler waren bei den Zusammenstößen der Opposition mit Vertretern der Sicherheitskräfte des Landes vor der jüngsten Offensive des Militärs bereits über 1350 Menschen ums Leben gekommen. Fast 3000 Bürger werden vermisst.

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