22:30 22 August 2017
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    Kosovo-Truppe bekommt Verstärkung aus Deutschland und Österreich

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    Nach dem Grenzkonflikt im Nordkosovo ist eine erste Verstärkung für die internationale Schutztruppe Kfor in der Region eingetroffen. Ein Flugzeug mit deutschen und österreichischen Soldaten landete am Mittwochabend in Pristina.

    Nach dem Grenzkonflikt im Nordkosovo ist eine erste Verstärkung für die internationale Schutztruppe Kfor in der Region eingetroffen. Ein Flugzeug mit deutschen und österreichischen Soldaten landete am Mittwochabend in Pristina.

    Die genaue Anzahl der Soldaten an Bord blieb zunächst unklar. Das Kommando der Kfor hatte 700 Mann beantragt. Die Nato betonte, der Verstärkungsbedarf sei nicht auf Mängel der jetzigen Friedenstruppe zurückzuführen. Den Soldaten sollen lediglich mehr Gelegenheiten für eine regelmäßige Erholung geboten werden.

    Die Lage in dem mehrheitlich von Serben bewohnten Nordkosovo hatte sich am 25. Juli zugespitzt, nachdem der kosovarische Ministerpräsident Hashim Thaci eine schwer bewaffnete Polizeieinheit an die Grenze zu Serbien geschickt hatte, um das kürzlich gegen das Nachbarland verhängte Handelsembargo durchzusetzen. Die Polizisten hatten den Auftrag, die Grenzposten Jarinje und Brnjak, die im Verantwortungsbereich der EU-Mission EULEX standen, unter ihre Kontrolle zu bringen.

    Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Kosovo-Serben und der Kosovo-Polizei und sind Dutzende von Menschen verletzt worden. Ein kosovarischer Polizist erlag später seinen Verletzungen. Seit Donnerstag stehen die beiden umstrittenen Grenzposten wieder unter Kontrolle der Kfor-Schutztruppe.

    Die albanische Regierung des Kosovo hatte im Februar 2008 mit Rückendeckung der USA und führender EU-Staaten einseitig die Unabhängigkeit dieser südserbischen Provinz von Belgrad erklärt und wurde bislang von 76 der insgesamt 192 UN-Nationen anerkannt. Das, obwohl die Region formell - laut UN-Resolution 1244 - zu Serbien gehört. Die von der Nato geführten Kfor-Kräfte sind seit 1999 im Kosovo eingesetzt. Die Personalstärke des Militärkontingentes betrug Anfang Juni 5927 Mann.

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