17:54 23 August 2017
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    Jemen: Saleh lehnt sofortigen Rückzug ab

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    Trotz der heftigen Proteste in Jemen will Präsident Ali Abdallah Saleh bis zur nächsten Präsidentenwahl, die vorzeitig ausgeschrieben werden soll, an der Macht bleiben.

    Trotz der heftigen Proteste in Jemen will Präsident Ali Abdallah Saleh bis zur nächsten Präsidentenwahl, die vorzeitig ausgeschrieben werden soll, an der Macht bleiben.

    Dies teilte Abdallah Ahmed Ghanem, Chef der Politabteilung von Salehs Partei Allgemeiner Volkskongress, nach Angaben des Nachrichtenportals Elaf mit. Saleh habe entschieden, seine Vollmachten teilweise dem Vizepräsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi zu übertragen, werde selbst jedoch bis zur Wahl eines neuen Präsidenten der legitime Staatschef vom Jemen bleiben. Hadi zufolge ist Saleh trotz seiner Verletzung durchaus handlungsfähig und in der Lage, das Land zu verwalten.

    Im Jemen dauern seit Februar gewaltsame Proteste gegen Saleh an, der seit 1978 an der Macht ist. Die Opposition fordert von Saleh einen unverzüglichen Machtverzicht. Westlichen Medien zufolge wurden bei Zusammenstößen hunderte Menschen getötet. Am 3. Juni beschossen bewaffnete Regimegegner eine Moschee unweit von Salehs Präsidentensitz und töteten mehrere Menschen.

    Der Präsident selbst wurde durch Splitter verletzt und musste in Saudi-Arabien operiert werden. Später wurde bekannt, dass Saleh an 40 Prozent seines Körpers Verbrennungen sowie eine Schädigung der Lunge erlitten hatte.

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