08:24 23 August 2017
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    EU-Ratspräsident Donald Tusk

    Polens Regierungschef feuert 13 hohe Militärs wegen Kaczynski-Katastrophe

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    Politik
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    Polnische Präsidentenmaschine bei Smolensk abgestürzt (169)
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    Nach der Veröffentlichung des polnischen Ermittlungsberichts zum Absturz des Jets von Präsident Lech Kaczynski im April 2010 hat Polens Regierungschef Donald Tusk drei Armeegeneräle und zehn weitere Offiziere entlassen.

    Nach der Veröffentlichung des polnischen Ermittlungsberichts zum Absturz des Jets von Präsident Lech Kaczynski im April 2010 hat Polens Regierungschef Donald Tusk drei Armeegeneräle und zehn weitere Offiziere entlassen.

    Dies teilte Tusk am Donnerstag persönlich nach Angaben der Agentur AFP mit.

    Am Freitag vergangener Woche hatte die Ermittlungskommission der polnischen Regierung ihren Bericht über die Ursachen der Katastrophe von Smolensk veröffentlicht. Daraus geht unter anderem hervor, dass am Steuer der Präsidentenmaschine unerfahrene Piloten gesessen hatten, die das TAWS-Warnsystem ignorierten. Am gleichen Tag trat Verteidigungsminister Bogdan Klich zurück.

    Die polnische Präsidentenmaschine Tu-154 war am 10. April 2010 beim Landeanflug auf den russischen Flugplatz Smolensk-Sewerny verunglückt. Die 88 Passagiere, darunter Präsident Lech Kaczynski und dessen Frau sowie die acht Besatzungsmitglieder kamen bei dem Absturz ums Leben.

    Nach monatelangen Untersuchungen hatte das Zwischenstaatliche Luftfahrtkomitee MAK, die gemeinsame Luftfahrtbehörde der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, am 12. Januar in Moskau ihren Abschlussbericht zu dem Flugzeugunglück veröffentlicht. Darin wird der polnischen Seite, vor allem den Piloten, die ganze Schuld an der Katastrophe gegeben. So soll Polens Luftwaffenchef Andrzej Blasik mit 0,6 Promille Alkohol im Blut die Piloten trotz wiederholter Warnungen der russischen Fluglotsen zur Landung gezwungen haben.

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