15:08 22 August 2017
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    Kuba will Libyen aus „internationaler Isolation“ helfen

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    Politik
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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Der Sonderbotschafter des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi, Abdulhafid Zlitni, hat sich laut kubanischen Medien am Mittwoch in Havanna mit dem kubanischen Staatschef Raul Castro getroffen.

    Der Sonderbotschafter des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi, Abdulhafid Zlitni, hat sich laut kubanischen Medien am Mittwoch in Havanna mit dem kubanischen Staatschef Raul Castro getroffen.

    Zlitni, der den Posten des Sekretärs des Volkskomitees für Planung und Finanzen bekleidet, informierte den kubanischen Staatschef über „die Bemühungen, die seine Regierung unternimmt, um der Kampagne zur internationalen Isolation Libyens durch die Westländer Widerstand zu leisten“.

    Raul Castro verurteilte erneut die „militärische Aggression gegen Libyen“, vor allem die „Luftangriffe gegen die Zivilobjekte, bei denen Zivilisten getötet werden“. Castro rief die Weltgemeinschaft auf, den Konflikt mit friedlichen Mitteln zu lösen und die Unabhängigkeit sowie die territoriale Integrität, die Souveränität und das Selbstbestimmungsrecht Libyens bedingungslos zu achten.

    Dem Treffen wohnten der stellvertretende Sekretär des libyschen Volkskomitees für Auswärtiges, Ahmed Jarrud, und der Botschafter Libyens auf Kuba, Ali Mohamed Ahmed Ajeili bei. An den Verhandlungen nahm auch der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez teil.

    Mitte Februar hatten in Libyen Massenproteste gegen das Gaddafi-Regime begonnen, die in eine bewaffnete Konfrontation mit den Regierungskräften ausarteten. Der UN-Sicherheitsrat beschloss am 17. März ein Flugverbot für die Gaddafi-Armee in Libyen und ermöglichte somit faktisch eine militärische Einmischung in diesem nordafrikanischen Land.

    Um das Flugverbot und das Waffenembargo gegen die Gaddafi-Armee zu sichern, startete eine multinationale Koalition am 19. März eine Militäroperation in Libyen. Die Nato übernahm am 31. März die Führung des Militäreinsatzes, den sie am 1. Juni um weitere 90 Tage bis Ende September verlängerte.

    Am 15. Juli erklärten mehr als 30 Länder, einschließlich der USA, das Regime von Muammar al-Gaddafi als illegitim und erkannten somit faktisch den nationalen Übergangsrat der Opposition als Vertreter des libyschen Volkes an.

    Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro bezeichnete im April die Handlungen der Nato in Libyen als „nazistisch-faschistisch“. Wenn Gaddafi den Forderungen der Allianz nicht nachgebe, werde er in die Geschichte als „eine der großen Persönlichkeiten“ der arabischen Welt eingehen, erklärte Fidel.

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