18:41 22 August 2017
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    London kontert Polizeigewalt-Vorwürfe aus Teheran

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    Straßengewalt in Großbritannien (16)
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    London hat die Vorwürfe des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, die britische Polizei gehe „wild“ gegen die Randalierer vor, mit dem Vorschlag quittiert, sich lieber um die Menschenrechtsprobleme im eigenen Land zu kümmern.

    London hat die Vorwürfe des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, die britische Polizei gehe „wild“ gegen die Randalierer vor, mit dem Vorschlag quittiert, sich lieber um die Menschenrechtsprobleme im eigenen Land zu kümmern.

    „Ich möchte daran erinnern, dass alle UN-Sonderberichterstatter in Großbritannien willkommen sind“, sagte die britische Geschäftsträgerin Jane Marriott am Donnerstag nach Angaben der Agentur Reuters. „Ich rufe die iranische Regierung auf, dem UN-Berichterstatter für den Iran, Ahmed Shaheed, die Liebenswürdigkeit zu erweisen und ihm zu erlauben, sich über die Lage der Menschenrechte in diesem Land, die tiefe Besorgnis bei der Weltgemeinschaft erregt, zu informieren.“

    Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte am Mittwoch das Vorgehen der britischen Polizei bei den seit vier Tagen andauernden Krawallen scharf verurteilt. „Statt Truppen in den Irak, nach Afghanistan und Libyen zu schicken, um dort Erdöl zu stehlen, sollten sie lieber an das eigene Volk denken. Einem Teil der britischen Gesellschaft ist die Geduld schon ausgegangen…man hofft nicht mehr auf die Zukunft“, so Ahmadinedschad.

    Am Wochenende waren in London Ausschreitungen ausgebrochen, die in schwere Krawalle hinüberwuchsen. Der Auslöser war der Tod von Mark Duggan, einem Familienvater aus dem Londoner Bezirk Tottenham, bei einem Schusswechsel mit der Polizei. Später erfassten die Unruhen auch Manchester, Birmingham, Lester, Bristol, Gloucester und andere Städte. Nach den jüngsten Angaben wurden in London mehr als 900 Randalierer festgenommen.

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