02:32 21 September 2018
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    Syrien: Kampfschiffe beschießen Regimegegner in Hafenstadt Latakia

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Mehr als zehn Menschen sind am Sonntagmorgen beim Beschuss von Wohnvierteln der größten syrischen Hafenstadt Latakia aus Kriegsschiffen getötet worden, berichten arabische Medien und Reuters.

    Mehr als zehn Menschen sind am Sonntagmorgen beim Beschuss von Wohnvierteln der größten syrischen Hafenstadt Latakia aus Kriegsschiffen getötet worden, berichten arabische Medien und Reuters.

    Seit zwei Tagen versuchen die syrischen Truppen, spontane regierungsfeindliche Aktionen in der Stadt niederzuschlagen.

    Laut Augenzeugenberichten ist es nicht möglich, eine genaue Zahl von Opfern zu nennen, weil in den Wohnvierteln erbitterte Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den Gegnern des Regimes von Präsident Bashar al-Assad im Gange sind.

    Auf der Seite der Regierungsgegner kämpfen seit dem heutigen Sonntag einige Einheiten der syrischen Armee.

    Am Samstag setzte die Armee rund 20 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge auf den Straßen von Latakia ein. Damit reagierten die Behörden auf eine Kundgebung, an der rund 10 000 Menschen teilgenommen hatten. Bei der Kundgebung wurde ein sofortiger Rücktritt von Präsident Assad gefordert.

    Am Freitag war es in den Städten Homs und Deir ez-Zor sowie in Damaskus’ Vorstadt Duma zu Protesten gekommen, wo die größte Zahl der Opfer registriert wurde. Die Opposition spricht von 16 Toten bei den Zusammenstößen am Freitag.

    Wie BBC mitteilte, berichtete das syrische Staatsfernsehen von „einigen kleineren Demonstrationen nach dem Freitagsgebet“. Die Oppositionellen bestehen indes darauf, dass die Proteste wesentlich größer waren: Allein in Deir ez-Zor sollen mehrere Tausend Menschen daran teilgenommen haben.

    Die Proteste in Syrien dauern seit Mitte März an. Die Zahl der Opfer beläuft sich bereits auf  mehr als 2000.

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