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    Berlin: Medizinische Hilfe für Präsidenten Jemens nur nach seinem Rücktritt

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    Deutschland wird den Präsidenten Jemens, Ali Abdullah Saleh, nicht zu einer medizinischen Behandlung einladen, wenn er seine Vollmachten als Staatschef nicht niederlegt. Das berichtet die unabhängige jemenitische Zeitung „Akhbar al-Youm“ am Sonntag unter Berufung auf Michael Reuss, Leiter des Kulturreferats des deutschen Botschaft in Jemen.

    Deutschland wird den Präsidenten Jemens, Ali Abdullah Saleh, nicht zu einer medizinischen Behandlung einladen, wenn er seine Vollmachten als Staatschef nicht niederlegt. Das berichtet die unabhängige jemenitische Zeitung „Akhbar al-Youm“ am Sonntag unter Berufung auf Michael Reuss, Leiter des Kulturreferats des deutschen Botschaft in Jemen.

    „Deutschland wird die Aufnahme des Präsidenten Jemens zur medizinischen Behandlung verweigern, solange er seine Vollmachten als Staatschef nicht an seinen Stellvertreter übertragen hat“, hieß es.

    Eine weitere obligatorische Voraussetzung für Berlins Zustimmung sei „eine möglichst baldige Unterzeichnung der Initiative der Golf-Länder“, die eine etappenweise Wiederherstellung der Stabilität in Jemen vorsieht. Als Hauptmaßnahme dabei wird Salehs Verzicht auf das Präsidentenamt genannt.

    Der Plan der arabischen Golf-Staaten für die friedliche Regelung der innenpolitischen Krise in Jemen sieht einen Rücktritt von Präsident Saleh innerhalb von 30 Tagen nach der Bildung einer Regierung der nationalen Einheit vor. Nach der Ernennung der Regierung hat der Präsident seine Macht an den Vizepräsidenten zu übertragen. Gleichzeitig stellt die Opposition ihre Demonstrationen ein. Saleh hat sich bisher mehrmals geweigert, dieses Dokument zu unterzeichnen.

    Reuss legte seine Erklärung bvei einem Treffen mit General Ali Mohsen al-Ahmar, Chef des Militärbezirks Nordwest und der 1. Brigade der jemenitischen Panzertruppen. Er war einer der Generäle, die zusammen mit ihren Einheiten die jemenitische Opposition unterstützen, die sich für Salehs Rücktritt einsetzt.

    Saleh war am 3. Juni beim Beschuss einer Moschee in der Nähe des Präsidentenpalastes in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa verletzt worden. In Saudi-Arabien, wo er sich von der Zeit an behandeln lässt, unterzog er sich acht chirurgischen Operationen.

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