06:48 20 November 2017
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    Atom-Konflikt: Außenminister von Russland und Iran verhandeln in Moskau

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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow will mit seinem iranischen Amtskollegen Ali Akbar Salehi, der zu einem zweitägigen Besuch in Moskau weilt, das iranische Atomprogramm und die Perspektiven einer weiteren Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran erörtern.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow will mit seinem iranischen Amtskollegen Ali Akbar Salehi, der zu einem zweitägigen Besuch in Moskau weilt, das iranische Atomprogramm und die Perspektiven einer weiteren Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran erörtern.

    Das teilte der amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums Alexander Lukaschewitsch RIA Novosti am Dienstag mit.

    Dem Sprecher zufolge rechnet das russische Außenministerium mit „einem ausführlichen Gespräch über die Suche nach Wegen zur Regelung von Fragen zum iranischen Atomprogramm“.

    Auf der Agenda des Besuchs von Salehi stehen die Perspektiven der russisch-iranischen Zusammenarbeit, insbesondere im Kontext der bevorstehenden Sitzung der ständigen russisch-iranischen Kommission für die Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft, die zeitlich mit der feierlichen Inbetriebnahme des mit russischer Unterstützung gebauten AKW Bushehr zusammenfallen soll.

    Laut Lukaschewitsch sollen neben den Bereichen Energetik, Erdöl- und Erdgasförderung und Verkehrswesen auch regionale Fragen erörtert werden. 

    Die Außenminister wollen sich ferner zur gegenwärtigen Situation in Zentralasien und Transkaukasien äußern und die Problematik der Kaspi-Region, die Afghanistan-Regelung und die Lage im Nahen Osten und in Nordafrika besprechen. 

    Die USA und eine Reihe westeuropäischer Länder beschuldigen den Iran, unter dem Deckmantel eines friedlichen Atomprogramms Atomwaffen entwickeln zu wollen. Teheran weist diese Vorwürfe zurück - mit der Begründung, das staatliche Atomprogramm diene ausschließlich zur Deckung des eigenen Strombedarfs.

    Die sechs internationalen Vermittler zum iranischen Atomproblem (die ständischen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates Russland, China, die USA, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland) wollen gemeinsam mit der Internationalen Atomenergieagentur (IAEO) durchsetzen, dass der Iran seine Arbeiten zur Urananreicherung einstellt, die die Politik der Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen bedrohen könnten.

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