16:08 21 Oktober 2018
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    Berg-Karabach

    Aserbaidschan protestiert gegen Besuch französischer Abgeordneter in Berg-Karabach

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    Die aserbaidschanische Botschaft in Paris hat dem französischen Außenministerium eine Protestnote wegen des Besuchs von Abgeordneten der Nationalversammlung Frankreichs in den von Armenien besetzten aserbaidschanischen Gebieten überreicht.

    Die aserbaidschanische Botschaft in Paris hat dem französischen Außenministerium eine Protestnote wegen des Besuchs von Abgeordneten der Nationalversammlung Frankreichs in den von Armenien besetzten aserbaidschanischen Gebieten überreicht.

    Dies teilte der Sprecher des aserbaidschanischen Außenministeriums Elman Abdullajew am Dienstag RIA Novosti mit. Er sprach von einer „Respektlosigkeit vor der Souveränität und der territorialen Integrität Aserbaidschans“, denn dieser Besuch sei mit den aserbaidschanischen Behörden nicht abgestimmt worden.

    Die Botschaft hatte das französische Außenministerium ersucht, bei der Nationalversammlung eine Erklärung bezüglich dieses Besuchs zu erfragen und sie der aserbaidschanischen Seite vorzulegen.

    „Die französischen Abgeordneten, die die von Armenien besetzten aserbaidschanischen Territorien illegal besucht haben, werden in Aserbaidschan zu  personae non gratae erklärt“, so Abdullajew.

    Medienberichten zufolge hatten vier Abgeordnete der Nationalversammlung Frankreichs am Vortag aserbaidschanische Territorien besucht, die unter armenischer Kontrolle stehen, und sich mit der Führung der nicht anerkannten Republik Berg-Karabach getroffen.

    Der Konflikt in der Region Berg-Karabach, die hauptsächlich von Armeniern bewohnt wird und völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, war im Februar 1988 ausgebrochen, nachdem das Autonome Gebiet Berg-Karabach den Austritt aus dem Staatsverband der damaligen Aserbaidschanischen Sowjetrepublik verkündet hatte.

    Im September 1991 rief die Provinz die Gründung der Republik Berg-Karabach aus, zu dem die frühere autonome Region und einige benachbarte, von Armeniern bewohnte Gebiete gehörten.
    Baku erklärte diesen Schritt für gesetzwidrig und ließ die Autonomie von Karabach aufheben.
    Daraufhin kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Karabach-Armenier wurden von der armenischen Diaspora unterstützt, während Aserbaidschan mit Gewalt versuchte, die Abspaltung der Region zu verhindern.

    Am 12. Mai 1994 trat ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft. Aserbaidschan verlor die Kontrolle über Berg-Karabach und sieben weitere benachbarte Kreise.

    Verhandlungen über eine friedliche Beilegung des Konflikts werden seit 1992 im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe geführt. Ko-Vorsitzende bei den Friedensverhandlungen sind die USA, Russland und Frankreich.

    Aserbaidschan besteht auf der Beibehaltung der territorialen Integrität des Landes. Armenien nimmt die Interessen von Berg-Karabach wahr, das selbst keine Verhandlungspartei ist.

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