13:58 22 Februar 2018
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    Keine Benachteiligung von Minderheiten bei Machtwechsel in Nordafrika - Lawrow

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Der Machtwechsel in einigen afrikanischen Ländern darf laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow mit keiner Benachteiligung von Minderheiten einhergehen.

    Der Machtwechsel in einigen afrikanischen Ländern darf laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow mit keiner Benachteiligung von Minderheiten einhergehen.

    Wie Lawrow am Dienstag in einer Pressekonferenz nach Verhandlungen mit seinem salvadorianischen Amtskollegen Hugo Martinez weiter sagte, kann das universelle Prinzip - die Interessen aller Landeseinwohner, aller politischen, konfessionellen und ethnischen Gruppen der Bevölkerung, zu berücksichtigen - auch in Bezug auf Jemen angewandt werden.

    „Ich hoffe, dass alle, von denen es abhängt, ihr Verantwortungsgefühl maximal zeigen werden. Unsere Besorgnis erregen Meldungen darüber, dass in einigen Staaten mit so stürmischen innenpolitischen Wandlungen Versuche unternommen werden, die Rechte einiger Minderheiten, darunter der christlichen, einzuschränken. Das ist ein enormes, Besorgnis erregendes Signal, und ich hoffe, dass das Drama, das heute als ‚arabischer Frühling’ bezeichnet wird, zum Schluss nicht damit endet, dass die Rechte religiöser und anderer Minderheiten in der Region beeinträchtigt werden, dass Probleme nur zum Teil gelöst werden, während im Ergebnis neue, eventuell noch ernstere Probleme entstehen“, sagte Lawrow.

    Seit Jahresanfang protestieren Einwohner mehrerer nordafrikanischer Länder gegen ihre Regierungen. Infolge der Unruhen wurden die Regierungen in Tunesien und Ägypten gestürzt. Massenproteste gab es auch in Jemen und Bahrain.

    In Libyen hatten Mitte Februar Massendemonstrationen gegen das langjährige Regime von Muammar al-Gaddafi begonnen, die in eine bewaffnete Konfrontation mit den Regierungskräften ausarteten. Bei den gewaltsamen Zusammenstößen kamen tausende Zivilisten ums Leben.

    Am Montag rückten die Rebellentruppen in Tripolis ein. Derzeit kontrollieren sie fast die gesamte libysche Hauptstadt mit Ausnahme des Regierungsviertels. Gaddafis Präsidentengarde hat nach Angaben der Sender Al Dschasira und Al-Arabija kapituliert. Der genaue Aufenthaltsort von Muammar al-Gaddafi, der seit mehr als 40 Jahren in Libyen an der Macht ist, ist unbekannt. Nach einigen Angaben soll er sich in seiner Residenz Bab al-Asisija in Tripolis aufhalten.

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