00:30 21 Oktober 2018
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    Viktor Juschtschenko

    Ukrainische Justiz ermittelt zum angeblichen Giftanschlag auf Ex-Präsident Juschtschenko

    © RIA Novosti . Sergey Guneev
    Politik
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    Die ukrainische Zeitung “Segodnja” beschäftigt sich am Freitag mit einer mutmaßlichen Dioxin-Vergiftung von Viktor Juschtschenko im Jahr 2004, als dieser Präsidentenkandidat war.

    Die ukrainische Zeitung “Segodnja” beschäftigt sich am Freitag mit einer mutmaßlichen Dioxin-Vergiftung von Viktor Juschtschenko im Jahr 2004, als dieser Präsidentenkandidat war.

    Der damals ausgebrochene Skandal hatte dem Politiker offensichtlich zu seiner Wahl als Präsident Anfang 2005 verholfen, schreibt das Blatt.

    Laut einer der Versionen, die die Generalstaatsanwaltschaft derzeit prüft, war Juschtschenko nicht mit Dioxin vergiftet worden. Wie der Erste Stellvertreter des Generalstaatsanwaltes Renat Kusmin vor kurzem äußerte, sind die Ergebnisse der entnommenen Blutproben von Juschtschenko nicht vertrauenswürdig. Kusmin soll den Ex-Präsidenten um eine weitere Blutuntersuchung gebeten haben. Laut inoffiziellen Informationen aus der Generalstaatsanwaltschaft ist Juschtschenko bisher dieser Bitte nicht nachgekommen, hat keine Motive dafür genannt und die diesbezüglichen Einladungen ignoriert.

    In der Staatsanwaltschaft werden inzwischen zwei Versionen dieses Verhaltens des Ex-Präsidenten geprüft. „Entweder will Juschtschenko die Fragen nicht beantworten, die ihn falscher Aussagen überführen lassen würden, oder will er die Personen, die diese ‚Sonderoperation’ mit Dioxin aus politischen Erwägungen heraus organisiert und somit Juschtschenkos Wahl als Präsident gesichert hatten, nicht preisgeben“, sagte der Gesprächspartner der Zeitung.

    In beiden Fällen könnte Juschtschenko selbst schon zur strafrechtlichen Verantwortung gezogen werden, hieß es. Unklar sei noch, ob Generalstaatsanwalt Viktor Pschonka und dessen Erster Stellvertreter Kusmin darauf eingehen würden. In der Staatsanwaltschaft wird darüber geredet, dass das Ermittlungsverfahren bald aus Mangel an Beweisen eingestellt werden soll.

    Juschtschenko hatte sich Anfang September 2004, während der Wahlkampagne für die Präsidentenwahl, wegen einer Verschlechterung der Gesundheit nach Österreich begeben, wo bei ihm in einer Privatklinik eine Vergiftung mit Dioxin festgestellt wurde. Laut der ursprünglichen Version war Juschtschenko am 5. September 2004 auf der Datscha des damaligen Ersten Stellvertreters des Vorsitzenden des Sicherheitsrates der Ukraine, Wladimir Sazjuk, vergiftet worden.

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