10:46 18 Juli 2018
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    Präsidenten-Kandidatur: Russlands Machttandem steht kurz vor der Entscheidung - "Nesawissimaja Gaseta"

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    Rund ein halbes Jahr vor den Präsidentschaftswahlen könnte zur Entscheidung kommen, ob Präsident Dmitri Medwedew für eine weitere Amtszeit kandidiert oder Premier Wladimir Putin den Vortritt lässt, schreibt die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Freitag.

    Rund ein halbes Jahr vor den Präsidentschaftswahlen könnte zur Entscheidung kommen, ob Präsident Dmitri Medwedew für eine weitere Amtszeit kandidiert oder Premier Wladimir Putin den Vortritt lässt, schreibt die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Freitag.

    Präsident Dmitri Medwedew hat seine Teilnahme am Parteitag von „Geeintes Russland“ am 23. und 24. September angekündigt. Das Treffen der Kreml-Partei findet ein halbes Jahr vor der Präsidentenwahl statt. Experten halten es für nicht ausgeschlossen, dass an dem Parteitag der Präsidentenkandidat bekannt gegeben wird.

    Medwedew plant schrittweise, aber gründliche Reformen des politischen Systems in Russland. An dem jetzigen Kurs soll festgehalten werden, allerdings mit einigen Veränderungen.

    Laut Experten stehen Medwedew und Premier Wladimir Putin kurz davor, eine Entscheidung zu treffen. Die beiden haben es bei Auftritten immer vermieden, sich über den anderen zu äußern.

    Dem Politologen Gleb Pawlowski zufolge kann Medwedew seine Kandidatur während des Parteitags von „Geeintes Russland“  bekannt geben. Ihm zufolge wird Putin voraussichtlich weiter die Regierungsgeschäfte leiten. Allerdings sei es nicht ganz ausgeschlossen, dass Putin wieder in den Kreml einziehen will.
    „Seit einem halben Jahr herrscht Ungewissheit. Das schadet dem Land und Medwedew. Er bekennt keine Farbe“, sagt der Experte.

    Alexej Milaschenko vom Moskauer Carnegie-Zentrum kritisiert die Hinhaltetaktik des russischen Machtduos. „Genug der Worte, es muss dringend gehandelt werden. Gespräche bringen nichts, es zögert sich alles nur hinaus. Das beweist nur, dass sie sich entweder noch nicht einig sind oder alles beim Kaffeeklatsch entschieden wird“, so Milaschenko

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