17:26 18 Oktober 2018
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    US-Radar in Türkei keine Überraschung für Rogosin - Experten schlagen Alarm

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Die heutige Ankündigung der Türkei, einen US-amerikanischen Raketen-Frühwarnradar auf ihrem Territorium zu stationieren, ist für Moskau laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin alles andere als überraschend. Unabhängige Experten sprechen indessen von einer „ernsthaften Bedrohung“.

    Die heutige Ankündigung der Türkei, einen US-amerikanischen Raketen-Frühwarnradar auf ihrem Territorium zu stationieren, ist für Moskau laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin alles andere als überraschend. Unabhängige Experten sprechen indessen von einer „ernsthaften Bedrohung“. 

    Er habe bereits im Juli, während seiner Ankara-Reise mit dem türkischen Präsidenten darüber beraten, sagte Rogosin am Freitag in einem Interview für RIA Novosti.

    „Nach Ansicht russischer Militärs, die ich persönlich kenne, stellt die Aufstellung des Raketen-Frühwarnradars in der südöstlichen Türkei keine unmittelbare Gefahr für Russlands strategische Interessen dar“, sagte Rogosin. Jedenfalls handle es sich lediglich um die Anfangsettape eines Großprojektes, das bei Moskau tiefe Besorgnis errege. Eine Aufstellung des US-Raketenschildes an Russlands nordwestlichen Grenzen sowie die für 2020 geplante Stationierung von Abfangraketen in Polen würden eine reale Gefahr für Russland darstellen.

    Russische Experten warnen indessen, den Radar in der Türkei zu unterschätzen. Laut Nikolai Sawkin vom Institut für strategische Schätzungen und Analyse wird der Radar in der Türkei das gesamte Südrussland abdecken. „Die Schwarzmeer- und die Kaspisee-Region aber auch der Nordkaukasus, wo Russland wichtige Militäranlagen hat, werden unter Nato-Kontrolle fallen.“

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