23:47 19 Oktober 2018
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    US-Raketenradar in Türkei: Moskau fordert Sicherheitsgarantien - MEHR

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    Nach der Ankündigung der Türkei, einen US-amerikanischen Raketen-Frühwarnradar auf ihrem Territorium zu stationieren, hat Moskau von den USA erneut rechtliche Garantien dafür gefordert, dass der amerikanische Raketenschirm in Europa nicht gegen Russland gerichtet ist.

    Nach der Ankündigung der Türkei, einen US-amerikanischen Raketen-Frühwarnradar auf ihrem Territorium zu stationieren, hat Moskau von den USA erneut rechtliche Garantien dafür gefordert, dass der amerikanische Raketenschirm in Europa nicht gegen Russland gerichtet ist.
     
    Da der geplante US-Radar in der Türkei Bestandteil der strategischen US-Infrastruktur sei, müssten die USA und die Nato rechtsverbindliche Garantien gewähren, dass ihre Raketenabwehr-Anlagen in Europa  nicht gegen Russlands strategische Atomwaffen gerichtet seien, erklärte das russische Außenministerium.

    Das Moskauer Außenamt warf den USA und der Nato vor, Russland nicht als gleichberechtigten Partner zu behandeln und sich über die russischen Sorgen hinwegzusetzen. Dies sei der Grund, warum die im verganagenen November beschlossene Zusammenarbeit im Bereich der Raketenabwehr stocke.

    Russland und die Nato hatten sich im November bei ihrem Gipfel in Lissabon darauf geeinigt, gemeinsam ein Raketenabwehrsystem für Europa aufzubauen. Die Verhandlungen über die Details kommen jedoch nur schleppend voran. Russland schlägt vor, einzelnen Staaten einzelne Verteidigungsbereiche zuzuweisen. Außerdem fordert Moskau von der Nato Garantien dafür, dass das europäische Raketenabwehrsystem nicht gegen das russische Atompotenzial gerichtet ist. Die Nato lehnt die beiden Forderungen ab.

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