08:22 20 Oktober 2018
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    Volksfront „Russland-Ossetien“ in Südossetien gebildet – Für Zusammenschluss mit Russland

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    Die erste Sitzung einer Initiativgruppe zur Gründung einer Ossetischen Volksfront „Russland – Ossetien“ hat am Sonntag in der südossetischen Hauptstadt Zchinwali stattgefunden.

    Die erste Sitzung einer Initiativgruppe zur Gründung einer Ossetischen Volksfront „Russland – Ossetien“ hat am Sonntag in der südossetischen Hauptstadt Zchinwali stattgefunden.

    Wie südossetische Medien berichten, lautet das Motto der neuen Organisation „Russland und Ossetien sind eins!“. Als eines der Hauptziele wird „die Teilnahme an Integrationsprozessen mit Russland“ proklamiert.

    „Wir Bürger der Republik Südossetien und der Russischen Föderation geben unsere assoziierte Mitgliedschaft in der Bewegung Internationales Russland und der Gesamtrussischen Volksfront bekannt“, erklärte Kasimir Plijew, einer der Gründer der Initiativgruppe und Vorsitzender eines Ausschusses im Parlament Südossetiens, in seiner Ansprache.

    Tarsan Kokoiti, Verterter des Präsidenten der Republik Südossetien im Parlament und Mitglied des Politischen Rates der Südossetischen Partei „Einheit“, verwies darauf, dass der Gesamtrussischen Volksfront ein jeder beitreten kann, der auf dem Territorium Südossetien lebt, sich als einen Bürger Russlands betrachtet. „Davon ausgehend, schlagen wir vor, die Ossetische Volksfront zu Gründen“, sagte Kokoiti. „Auf der Grundlage dieser Ideen muss sich Südossetien mit Nordossetien im Bestand des einheitlichen russischen Staates vereinigen.“

    In ihrer „Erklärung   über die Gründung der Ossetischen Volksfront ‚Russland-Ossetien’“  verweist die Initiativgruppe unter anderem das Streben ihrer Teilnehmer, „das künstlich getrennte ossetische Volk im Rahmen eines gemeinsamen Subjekts der russischen Föderation zusammenzuschließen“.

    Am 20. September 1990 hatte der Volksdeputiertenrat des Autonomen Gebiets Südossetien im Bestand Georgiens die Südossetische demokratische Sowjetrepublik ausgerufen. Gleichzeitig wurde eine Souveränitätserklärung angenommen. Am 19. Januar 1992, während des georgisch-südossetischen Krieges, wurde ein Referendum über die Unabhängigkeit Südossetiens abgehalten. Dabei sprachen sich mehr als 98 Prozent der Teilnehmer für die Unabhängigkeit der Republik aus. Am 9. Mai 1992 nahm der Oberste Rat der Republik Südossetien den Akt über die Unabhängigkeit.

    Nach dem fünftägigen Krieg 2008 unterzeichnete der russische Präsident Dmitri Medwedew am 26. August einen Erlass über die Anerkennung der Unabhängigkeit der früheren georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien.

    In einem Interview für den russischen Fernsehsender Russia Today, den georgischen Fernsehsender 1. Kaukasischer Informationskanal und den Radiosender Echo Moskwy stellte Medwedew fest, dass es keine juristischen bzw. faktischen Voraussetzungen für einen Beitritt Südossetiens zur Russischen Föderation gibt.

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