18:14 16 Oktober 2018
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    Jemen: Polizei schießt auf Demonstranten - 15 Tote

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    Die Sicherheitskräfte Jemens haben am Sonntag auf Demonstranten in der Hauptstadt Sana geschossen. Wie westliche Medien unter Berufung auf Augenzeugen berichten, wurden dabei 15 Menschen getötet und rund 200 weitere verletzt.

     Die Sicherheitskräfte Jemens haben am Sonntag auf Demonstranten in der Hauptstadt Sanaa geschossen. Wie westliche Medien unter Berufung auf Augenzeugen berichten, wurden dabei 15 Menschen getötet und rund 200 weitere verletzt.

    Wie AP in einem Krankenhaus der jemenitischen Hauptstadt erfuhr, haben viele Demonstranten Schusswunden „am Kopf, am Gesicht und an der Brust“: Der Arzt bestätigte de nTod von 12 Menschen.

    Die Zahl der Demonstranten in Sanaa wird auf 100 000 geschätzt. Sie fordern vor allem den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh.

    Neben Schusswaffen setzte die Polizei Tränengas ein. Die Demonstranten bewarfen Polizisten mit Molotow-Cocktails und Steinen.

    Ein Berater des Präsidenten hatte am Sonntag in einem Xinhua-Interview mitgeteilt, Saleh werde seinen Posten nicht verlassen, solange kein neuer Präsident gewählt ist.

    Diese Woche waren in Jemen die Verhandlungen zwischen der Regierung und der Opposition über die Überwindung der politischen Krise nach einem Plan des Kooperationsrates der arabischen Golfstaaten gescheitert. Saleh ließ seinen Vertreter die Verhandlungen führen. Die Opposition erwiderte, beliebige Verhandlungen seien ein sinnloser Zeitvertreib, solange der Präsident den Plan des Kooperationsrates nicht unterzeichnet habe. Darauf versammelten sich am Freitag in Sanaa tausende von Demonstranten, die Salehs Rücktritt forderten.

    Der Plan des Kooperationsrates war Anfang April von Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, den VAE und Oman vorgeschlagen worden. Saleh lässt sich derzeit nach einem Anfang Juni verübten Anschlag auf ihn in Saudi-Arabien medizinisch behandeln. Unter verschiedenen Vorwänden weigerte er sich bisher, den Plan zu unterzeichnen.

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