20:08 23 September 2017
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    Ahmadinedschad: Iran für Kontakte mit USA offen

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    66. UN-Vollversammlung eröffnet (23)
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    Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat nach seiner antiamerikanischen Rede in der UN-Vollversammlung in einem Interview für die Agentur Associated Press gesagt, dass sein Land für die Zusammenarbeit mit den USA offen stehe, und Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass US-Präsident Barack Obama keine solchen Kontakte anstrebe.

    Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat nach seiner antiamerikanischen Rede in der UN-Vollversammlung in einem Interview für die Agentur Associated Press gesagt, dass sein Land für die Zusammenarbeit mit den USA offen stehe, und Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass US-Präsident Barack Obama keine solchen Kontakte anstrebe.

    „Ich glaube nicht, dass diese Chance (auf die Herstellung von Kontakten und die Zusammenarbeit) vollständig vertan ist“, sagte der Chef der Islamischen Republik.

    Er hoffe immer noch auf ein Treffen mit Obama unter vier Augen, bedauere jedoch, dass der US-Präsident bisher kein einziges Mal auf derartige Initiativen Teherans geantwortet habe.

    Bereits seit mehr als 30 Jahren gibt es zwischen den USA und dem Iran keine offiziellen diplomatischen Beziehungen mehr. Diese waren abgebrochen worden, nachdem 1980 die US-Botschaft in Teheran gestürmt und Geiseln genommen worden waren.

    Die Interessen Washingtons in der Islamischen Republik vertritt derzeit die Schweizer Botschaft.

    Wie AP berichtet, lehnte es das Weiße Haus ab, Stellung zu der Erklärung des iranischen Präsidenten zu nehmen, die einige Stunden nach seiner Rede in der 66. UN-Vollversammlung abgegeben wurde, in der Ahmadinedschad die westlichen Länder, darunter auch die USA, einer scharfen Kritik unterzogen hatte.

    Die US-Delegation und die Vertreter von weiteren etwa 30 Ländern verließen aus Protest den Sitzungssaal der Vollversammlung.

    Der iranische Präsident hat auch die im kommenden Jahr bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA, an denen  Obama teilnehmen wird, nicht unerwähnt gelassen.

    „Das Volk der Vereinigten Staaten muss seine Wahl treffen, und wir (Iran) sind nicht gewillt, irgendwelche Bemühungen an den Tag zu legen, die die Willensäußerung des Volkes (wo auch immer) beeinflussen könnten. Ich bin aber sicher, dass es auf dem Weg von Präsident Obama zu einer Wiederwahl keine ernsthaften Hindernisse gibt“, sagte Ahmadinedschad.

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